Uganda, bald Schwellenland

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Grundsteinlegung für den Bau der längsten Erdölleitung der Welt am 11. November 2017 im ugandischen Hoima. Der ugandische Staatspräsident Yoweri Museveni steht in der Mitte und trägt einen weißen Hut.

Vor einigen Jahren hatte sich Uganda zum Ziel gesetzt, bis 2025 ein Schwellenland beziehungsweise ein Land mit mittlerem Einkommen zu werden. Nun will das afrikanische Land dieses Ziel vorziehen. In der Tat arbeitet Uganda darauf hin, bis 2020 ein Land mit mittlerem Einkommen beziehungsweise ein Schwellenland zu werden — nicht zuletzt dank der Erdölproduktion. Am 11. November 2017 legten der ugandische Staatspräsident Yoweri Museveni und der tansanische Außenminister Augustine Mahiga den zweiten Grundstein für den Bau der längsten Erdölleitung der Welt im ugandischen Hoima. Schon im August 2017 hatten der ugandische Staatspräsident Yoweri Museveni und der tansanische Staatspräsident John Magufuli den ersten Grundstein für denselben  im tansanischen Hafen von Tanga gelegt.

Die Erdölleitung, die Hoima mit der Hafenstadt Tanga verbinden soll, wird voraussichtlich 1445 Kilometer lang sein. Die Baukosten dieser Erdölleitung belaufen sich auf rund 3,5 Milliarden VSA-Dollar. Ab 2020 wird Uganda, das gerade seine eigene Industrialisierung  fördert, auch noch ein Erdöl ausführendes Land. „Wir werden Ugander und Uganderinnen ausbilden und zertifizieren, damit sie in der Erdölindustrie arbeiten können„, sagte Irene Muloni, ugandische Energieministerin, im November 2017. Eigentlich will Uganda einen Teil seines im afrikanischen Albertsee zu fördernden Erdöls in Uganda raffinieren; deshalb fügte Energieministerin Muloni bei: „Wir sind entschlossen, aus der Erdölgeschichte in Uganda einen Segen — und keinen Fluch — zu machen.

Hoima liegt beim afrikanischen Albertsee. Das Erdöl, das Uganda produzieren und vermarkten wird, befindet sich im afrikanischen Albertsee. Der Albertsee liegt an der ugandisch-kongolesischen Grenze. Darum will auch die DR Kongo ihre Erdölreserven im afrikanischen Albertsee fördern und vermarkten, um nicht zuletzt wie Uganda Geld nur so zu scheffeln oder wie Heu zu haben.

Die von China gebaute Kampala-Entebbe-Autobahn in Uganda.

Uganda will Hoima möglichst schnell aufbauen und entwickeln. Das afrikanische Land schickt sich an, einen internationalen Flughafen in der künfigen „Erdölstadt“ zu bauen. Zudem will China, das derzeit die rasche Entfaltung der Länder Afrikas emsig vorantreibt, den Bau von „Erdölstraßen“ in Uganda finanzieren. Tatsächlich hat sich Uganda vorgenommen, „Erdölstraßen“ einer Gesamtlänge von 600 Kilometern binnen zwei Jahren zu bauen. Dafür will die Ausfuhr-Einfuhr-Bank Chinas rund 909,8 Millionen VSA-Dollar ausgeben.

Neben Erdöl verfügt Uganda auch noch über Uran. Auf dieses Uran wollen die Afrikaner und Afrikanerinnen zurückgreifen, um elektrischen Strom zu erzeugen. Diesbezüglich unterzeichneten Uganda und Russland im Oktober 2017 eine Grundsatzvereinbarung zum Bau von Atomkraftwerken in Uganda. Im Anschluß daran erklärte Sarah Nafuna Mudoko vom  ugandischen Energieministerium: „[…] wir glauben, dass wir bald einen Vertrag unterschreiben werden, um die Bauarbeiten [der Atomkraftwerke] in die Wege zu leiten.“

Das russische Staatsunternehmen Rosatom ist dabei, afrikanischen Staaten beim Bau von Atomkraftwerken zur Stromproduktion zu helfen. So unterschrieben Nigeria und Russland im Oktober 2017 eine Vereinbarung, wonach das russische Staatsunternehmen zwei Atomkraftwerke in Nigeria bauen und betreiben wird. Eigentlich will Nigeria, dass die Russen insgesamt vier Atomkraftwerke im westafrikanischen Land bauen und betreiben.

Mit chinesischer Unterstützung werden im Augenblick die Wasserkraftdämme von Karuma und Isimba sowie die Entebbe-Kampala-Autobahn in Uganda gebaut. Und ab 2020 erlebt Uganda seinen flächendeckenden Aufschwung.

 

Urheber: Der Welt-Leuchter — Hoima, Uganda

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