Russen stoßen in Afrika vor

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Die Abnahme oder der Rückgang der russischen Präsenz in Afrika ging mit dem Zusammenbruch der ehemaligen Sowjetunion Anfang des letzten Jahrzehnts des 20. Jahrhunderts einher. Seit einigen Jahren wird eine Rückkehr Russlands in viele afrikanische Länder beobachtet. Damit will Moskau nicht zuletzt die gedeihliche Umgestaltung der afrikanischen Nationen vorantreiben.


Der russische Milliardär Dmitry Mazepin und der simba.bu.e.ische Staatspräsident Emmerson Mnangagwa Anfang Februar 2018 in Harare.

Dmitry Mazepin ist ein russischer Milliardär. Er ist Eigentümer von Uralchem, einem russischen Düngemittelhersteller. Daneben ist der russische Milliardär Anteilseigner des russischen Unternehmens Uralkali. Im Februar 2018 traf sich Mazepin mit dem simba.bu.e.ischen Staatspräsidenten Emmerson Mnangagwa und dem sambischen Staatspräsidenten Edgar Lungu, um den beiden afrikanischen Staatspräsidenten zu eröffnen, dass Uralchem und Uralkali ihre Absatzmengen in Simba.bu.e und Sambia erhöhen will. Uralchem und Uralkali haben sich eigentlich vorgenommen, Verkaufszentren in den beiden afrikanischen Ländern einzurichten, um kurzfristig zwischen 400 000 und 500 000 Tonnen von Düngemitteln pro Jahr in  Simba.bu.e und Sambia abzusetzen. Derzeit müssen die Landwirte der beiden Länder zwischen 450 VSA-Dollar und 500 VSA-Dollar pro Tonne über Zwischenhändler ausgeben. Mit der Einrichtung der Verkaufszentren durch Uralchem und Uralkali werden die simba.bu.e.ischen und sambischen Bauern nur noch zwischen 250 VSA-Dollar und 300 VSA-Dollar pro Tonne ausgeben, um sich Düngemittel besorgen zu können.

Das russische Unternehmen Zarubezhneft~Sarubeschneft soll und will in der gabunischen Wirtschaft mitmischen.

Auch in anderen afrikanischen Ländern ist Russland dabei, sich zu entfalten. In Gabun  zum Beispiel soll das russische Unternehmen Sarubeschneft dem gabunischen Unternehmen Gabon Oil Company (GOC) helfen, das Erdölfeld von Mbumba zu betreiben. Dabei geht es sowohl um Erdöl als auch um Erdgas. „Unser Land will auch sein Erdgas verwerten und unsere Partnerschaft [mit Sarubeschneft] berücksichtigt auch die Verwertung unseres Erdgases„, so Jean Koumbi Guiyedi, stellvertretender Generaldirektor von Gabon Oil Company.

In Südafrika unterschrieben PetroSA und das russische Unternehmen Rosgeo im September 2017 eine Vereinbarung im Wert von 400 Millionen VSA-Dollar zur Weiterentwicklung der Erdölindustrie in Südafrika.

In diesem Jahr (2018) erhält Burkina Faso zwei Hubschrauber vom Typ Mi-17 vom russischen Unternehmen Rosoboronexport. Burkina Faso verfügt über und benutzt bereits russische Hubschrauber vom Typ Mi-17 und vom Typ Mi-24. Das westafrikanische Land will sogar seine militärische Zusammenarbeit mit Russland ausbauen und vertiefen.

Im Oktober 2017 stattete der russische Ministerpräsident Dmitri Medwedew Algerien und  Marokko einen   Besuch  ab. In den beiden Ländern wurden bilaterale Kooperationsverträge in den Bereichen Verteidigung und Sicherheit, Landwirtschaft, Energie, Industrie, Handel, Kultur und Bildung unterzeichnet.

Der Sudan verstärkt und vertieft zurzeit seine Zusammenarbeit mit Russland. Der sudanesische Staatspräsident Omar Al-Baschir, der Russland im November 2017 besuchte, bat die Russen darum, das Heer seines Landes mit zu

Der sudanesische Staatspräsident Omar Al-Baschir und der russische Staatspräsident Wladimir Putin im November 2017 im russischen Sotschi.

modernisieren und den Sudan zu beschützen. „Wir sind dabei, ein Programm zur Modernisierung unserer Streitkräfte in die Wege zu leiten und wir haben uns mit dem [russischen] Verteidigungsminister darauf geeignigt, dass Russland dazu beitragen wird, sagte Al-Baschir im November 2017 in Sotschi. Al-Baschir hat den Russen den Bau, Aufbau und die Eröffnung eines russischen Luftstützpunktes auf der sudanesischen Seite des Roten Meeres angeboten.

Im Dezember 2017 erklärte sich das russische Eisenbahnunternehmen Geo Services bereit, 12, 5 Milliarden VSA-Dollar in die Neuentwicklung des ghanaischen Eisenbahnnetzes zu investieren. Im Januar 2018 hat Russland 1 Milliarde VSA-Dollar bereitgestellt, um russischen Unternehmen, die in Ghana Geschäfte machen wollen, und ghanaischen Unternehmen, die mit russischen Unternehmen zusammenarbeiten wollen, zu helfen.


Urheber: Der Welt-Leuchter — Harare, Simba.bu.e

 

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