Riesenauftrag für Russen in Afrika

Irene Muloni -- Ugandas Ministerin für Energie und Bodenschätze
Irene Muloni — Ugandas Ministerin für Energie und Bodenschätze

Der russische Konzern Rostec hat über seine Tochtergesellschaft  RT Global Resources einen Riesenauftrag im Wert von 4 Milliarden VSA-Dollar zum Bau einer Ölraffinerie im ugandischen Hoima am 17. Februar 2015 an Land gezogen. RT Global Resources hatte eine Unternehmensgruppe gebildet, die sich aus dem russischen Erdöl- und Erdgasunternehmen Tafnet, dem russischen Konzern VTB Capital, dem russischen Unternehmen Telconet und dem südkoreanischen Unternehmen GS Engineering & Construction zusammensetzt. 75 internationale Unternehmen und Konzerne hatten sich um den Bau der ersten ugandischen Ölraffinerie bemüht beziehungsweise beworben und an der Ausschreibung teilgenommen. Am 17. Februar 2015 teilte Irene Muloni ugandische Ministerin für Energie und Bodenschätze, mit:

Das Verfahren zur Auswahl eines Hauptanlegers für das Raffinerievorhaben Ugandas war wettbewerbsintensiv. Wir sind darüber froh, dass die beiden letzten Bewerber RT Global Resources und SK Engineering & Construction auf die Aufforderung zu den Endangeboten eingegangen sind. Und RT Global Resources ist als ausgewählter bevorzugter Bieter hervorgegangen.

Die Russen freuen sich darauf, nicht nur die ugandische Ölraffinerie zu bauen, sondern auch den Afrikanern russische Technologie zu verschaffen. Diesbezüglich erklärte Rostec am 17. Februar 2015 in einer Pressemitteilung: „Rostecs Sieg in dieser Ausschreibung ist der erste größte Erfolg, den russische Unternehmen jemals in Afrika verbucht haben.“ Der russische Konzern fügte in der Mitteilung hinzu: „Übertragung von russischer Technologie wird während der Projektabwicklung stattfinden beziehungsweise durchgeführt.“

Sergej Tschemesow -- Vorstandsvorsitzender von Rostec
Sergej Tschemesow — Vorstandsvorsitzender von Rostec

Die Russen treten schier in die Fußstapfen der Chinesen in Afrika. Wenn die Russen in Afrika weiterhin massiv investieren und dabei „Gewinn-Gewinn-Geschäfte“ (GGG oder 3G) mit Afrikanern betreiben, werden sie auf dem Erdteil, der die „Wiege der Menschnheit“ darstellt, sehr schnell Fuß fassen. Daher hat Sergej Tschemesow, Vorstandsvorsitzender von Rostec, auch am 17. Februar 2015 erklärt:

Dieses Projekt wird die Beziehungen zwischen Russland und Uganda verstärken sowie eine gute Grundlage anbieten, um russische Belange in Ostafrika zu fördern.   

Die ugandische Regierung wird mit RT Global Resources auch noch Verhandlungen über den Bau einer 205 Kilometer langen Leitung für Erdölerzeugnisse in Kürze aufnehmen. Die ugandischen Öl- und Gasreserven, welche 2008 entdeckt wurden, werden auf 6,5 Milliarden Fass geschätzt. „Wir sind zuversichtlich, dass wir die Projektvereinbarungen durchführen und dann das Raffinerievorhaben Ugandas abwickeln werden“, behauptete Irene Muloni am 17. Februar 2015 in Kampala.

Die erste Phase der zu bauenden Raffinerie von Hoima — in Westuganda — wird im Jahre 2018 fertiggestellt. Eigentlich wird diese Ölraffinerie in drei Phasen gebaut. Nach der Fertigstellung der ersten Phase wird die Raffinerie 30.000 Fass Erdöl pro Tag verarbeiten können; nach der  Fertigstellung der ganzen Ölraffinerie im Jahre 2020 wird sie 60.000 Fass pro Tag verarbeiten können. 

Die erste ugandische Ölraffinerie wird Benzin, Petroleum, Flugbenzin, Dieselkraftstoff, Flüssiggas und andere schwere Ölprodukte erzeugen.

Viele Afrikanerinnen und Afrikaner freuen sich schon auf und über den konkreten Einsatz Russlands für den Aufbau und die Entwicklung Afrikas. Diese Afrikanerinnen und Afrikaner argumentieren, dass China und Russland weder Chaos noch Krankheiten wie Ebola in die Länder des Erdteils südlich Europas einführen. 

Urheber: Der Welt-Leuchter — Kampala, Uganda

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