MBCS – Neuigkeiten & Anschauungen

Ashok-Leyland2Abidschan, Elfenbeinküste — Der indische Fahrzeughersteller Ashok Leyland hat einen Auftrag im Wert von 200 Millionen VSA-Dollar zur Lieferung von 3600 Bussen und Lastkraftwagen an die Elfenbeinküste im November 2015 an Land gezogen. Eine entsprechende Vereinbarung unterzeichneten Gaoussou Toure (der ivorische Verkehrsminister) und Vinod K. Dasari (Vorstandsvorsitzender von Ashok Leyland) am 25. November 2015 in Abidschan. „Dies ist der größte Auftrag, den dieses Land [die Elfenbeinküste] jemals einem indischen Unternehmen gegeben hat. Und dies stellt auch den größten Auftrag dar, den Ashok Leyland bislang ergattert hat„, sagte Vinod K. Dasari. Die Abwicklung dieses Auftrages wird von der indischen Exim-Bank gewährleistet. Dabei spielt die ivorische Regierung nur eine Vermittlerrolle, denn die 3600 Busse und Lastkraftwagen werden an ivorische private Verkehrsgesellschaften und Betreiber weiter verkauft. Dasari erklärte auch später, Ashok Leyland wolle eine Drehscheibe in Abidschan eröffnen, um die Geschäftstätigkeiten des indischen Fahrzeugherstellers in Westafrika auszubauen. „Wir beabsichtigen, ein Werk zur Herstellung von Wagen in Abidschan aufzubauen, aber momentan konzentrieren wir uns auf diesen Auftrag…„, fügte Dasari bei. Im Rahmen der Abwicklung dieses Auftrages soll Ashok Leyland auch noch Kundendienststellen, Reparaturwerkstätten und Geschäfte für Ersatzteile sowie Mechaniker und Fahrer der von Ashok Leyland zu liefernden Busse und Lastkraftwagen ausbilden. Ashok Leyland hat Großkunden in Nigeria, Ghana, Senegal, Simbabue und Sambia. Im kenianischen Nairobi verfügt Ashok Leyland über ein Vertriebszentrum. Im Juni 2015 hatte die senegalesische öffentliche Verkehrsgesellschaft DDD (sprich: Dakar Dem Dikk) 475 Busse bei Ashok Leyland bestellt, um ihren Fuhrpark zu erneuern und Fernverbindungen innerhalb Senegals anzubieten.

Flagge_ChinaBagamoyo, Tansania — Tansania hat den Bau eines Riesenhafens samt einer Sonderwirtschaftszone in Bagamoyo am 16. Oktober 2015 in die Wege geleitet. Die Baukosten belaufen sich auf 10 Milliarden VSA-Dollar. Dieses Vorhaben, das vom chinesischen Unternehmen China Merchants Holdings International durchgeführt wird, soll in Phasen abgewickelt und voraussichtlich im Jahre 2025 vollständig fertiggestellt werden. „Der Bau des Hafens von Bagamoyo und der Sonderwirtschaftszone zielt darauf ab, den Plan der Regierung, eine industrielle Revolution in Tansania herbeizuführen, zu verwirklichen„, erklärte Jakaya Kikwete, ehemaliger Staatspräsident von Tansania. Seit dem 5. November 2015 ist John Magufuli Staatspräsident Tansanias. Die erste Phase der Bauarbeiten soll drei Jahre in Anspruch nehmen. Sobald das Bagamoyo-Riesenvorhaben gänzlich abgewickelt ist, wird dieser Riesenhafen größer als der Hafen von Mombassa (in Kenia) sein. Tansania wird einen Teil seines Erdöls und -gases über den Riesenhafen von Bagamoyo ausführen und einen anderen Teil seines Erdöls und -gases in der Sonderwirtschaftszone von Bagamoyo verarbeiten.

Logo3AgriculturalBankChinaBrazzaville, Republik Kongo — Die Kongolesisch-Chinesische Bank für Afrika (KCBA) ist neulich in Brazzaville (Brazzastadt) eingeweiht worden. Medienberichten zufolge ist die KCBA ein Gemeinschaftsunternehmen der „Agricultural Bank of China“ (die „Landwirtschaftliche Bank Chinas„) und einer Vereinigung von kongolesischen Geldanlegern. Die KCBA bietet dem Publikum  ihre Dienstleistungen seit dem 1. Juli 2015 an, da diese Bank ihre erste Filiale am 1. Juli 2015 eröffnete. Bis Ende 2016 will die KCBA ihre zweite Filiale im kongolesischen Pointe-Noire (zu Deutsch: „Schwarze-Spitze) eröffnen. Die KCBA beabsichtigt, sich in den Ländern der Währungs- und Wirtschaftsgemeinschaft Mittelafrikas niederzulassen — und Filialen in Gabun, Kamerun, der Zentralafrikanischen Republik, Äquatorialguinea und Tschad zu eröffnen. Ziel sei es, aus der KCBA eine führende Bank in diesen Ländern zu machen. Die KCBA will ihre Betriebsamkeiten und Tätigkeiten später in ganz Afrika ausbauen und daselbst ihre Dienstleistungen anbieten. Die „Landwirtschaftliche Bank Chinas“ wurde im Jahre 1951 gegründet. Sie gehört zu den größten Unternehmen weltweit.

Der sambische Staatspräsident Edgar Lungu (links) legt den Grundstein für den Bau von Häusern für Polizeibeamte.
Der sambische Staatspräsident Edgar Lungu (links) legt den Grundstein für den Bau von Häusern für Polizeibeamte.

Lusaka, Sambia — Die sambische Regierung hat den Bau von 2350 Häusern für Polizeibeamte am 27. Oktober 2015 in der sambischen Hauptstadt Lusaka in die Wege geleitet. Den Auftrag hat das chinesische Unternehmen Aviation Industry Corporation of China (AVIC) International erhalten. Bis Ende März 2016 sollen alle Häuser fertiggestellt werden. Der Bau der 2350 Häuser wird 320 Millionen VSA-Dollar kosten. AVIC soll insgesamt 12.000 Häuser bauen. Während der ersten Phase, die am 27. Oktober 2015 in die Wege geleitet wurde, werden 2350 Häuser gebaut. Dieses Wohnungsbauprogramm soll Mitarbeitern der sambischen Amtes für Justizvollzugsanstalten und des sambischen Ausschusses für die Bekämpfung von Betäubungsmitteln zugutekommen. Nach dem Dafürhalten des sambischen Staatspräsidenten Edgar Lungu habe das sambische Innenministerium, dem die Einwanderungsbehörde, das Amt für Justizvollzugsanstalten und der Ausschuss für die Bekämpfung von Betäubungsmitteln unterstehen, ein Manko von 12.000 Wohnungen. Staatspräsident Edgar Lungu fügte bei, die sambische Regierung habe sich vorgenommen, Pläne zu schmieden, um die Wohnungsnot in ganz Sambia zu überwinden. Die sambische Regierung wolle anständige Wohnungen für Sambier in ganz Sambia bauen lassen. Gong Jiayan, stellvertretender Präsident des chinesischen Unternehmens AVIC International, versicherte, dass AVIC International die 2350 hochmodernen Häuser bis Ende März 2016 bauen würde. Gong Jiayan unterstrich, dass AVIC International mit sambischen Zulieferern arbeiten würde, damit Arbeitsplätze für Sambier geschaffen werden.

ConfortisLome, Togo — Das afrikanische Unternehmen Derou & Partners hat im Oktober 2015 damit angefangen, eine „ökologische Stadt“ namens „WellCity“ ( zu Deutsch: „Stadt des Wohlergehens„) nördlich der togolesischen Hauptstadt Lome zu bauen. Das hat Derou & Partners in einer Pressemitteilung vom 12. Oktober 2015 bekanntgegeben. Dieses Vorhaben soll von Confortis, der Tochtergesellschaft von Derou & Partners, durchgeführt werden. Diese Ökostadt „wird der togolesischen Mittelschicht die Möglichkeit einräumen,  Öko- und Qualitätswohnungen zu  erschwinglichen Preisen und Rückzahlungsbedingungen zu erwerben, die langfristig erträglich sind„, so Dontou Hiloukou Derou, Vorstandsvorsitzender von Confortis. In der ersten Durchführungsphase des Vorhabens werden zunächst einmal 200 Villen und 300 Wohnungen errichtet. Anschließend werden weitere 1000 Villen und Wohnungen während der zweiten Phase fertiggestellt. Neben Villen und Wohnungen will Confortis einen Wasserpark, ein Hotel, eine Schule, eine Klinik, eine Einkaufspassage und Büroräume in dieser Stadt „dritter Generation“ bauen: „Gestern wurden Industriestädte gebaut. Heute haben wir Städte zweiter Generation, die Geschäftsstädte sind: Dubai, Hong-Kong, Singapur. Morgen werden Wohlergehen und Ökologie die Markenzeichen der Städte dritter Generation sein„, behauptete Hiloukou Derou im Oktober 2015. Derou & Partners ist ein Unternehmen, das in den Bereichen Architektur, Städtebau, Technik und Immobilien tätig ist.   

Urheber: Mathias Victorien Ntep II, M.A.

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