Mamamaher Flughafen kommt

Zhao Yanbo ( chinesischer Botschafter in Sierra Leone; links) und Ernest Bai Koroma ( sierra-leonischer Staatspräsident; rechts).
Zhao Yanbo ( chinesischer Botschafter in Sierra Leone; links) und Ernest Bai Koroma ( sierra-leonischer Staatspräsident; rechts).

Wir wollen immer noch, dass der Flughafen [der internationale Flughafen von Mamamah] gebaut wird und wenn er auf dem Festland errichtet wird, wird er das Wachstum unseres Landes vorantreiben„, so äußerte sich Ernest Bai Koroma, Staatspräsident von Sierra Leone, am 8. Juni 2016 in Freetown, der sierra-leonischen Hauptstadt, vor Vertretern des Handelsministeriums der Volksrepublik China. Die Delegation des Handelsministeriums der Volksrepublik China war nach Sierra Leone gekommen, um die Verhandlungen über den Bau des internationalen Flughafens von Mamamah und die Errichtung eines ‚Westafrikanischen Zentrums für die Überwachung, Bekämpfung und Vorbeugung von Krankheiten‚ voranzutreiben. 

In der Tat hat Sierra Leone eine Vereinbarung mit dem chinesischen Unternehmen China Railway International Group (CRIG) zum Bau eines hochmodernen internationalen Flughafens im sierra-leonischen Mamamah im Jahre 2012 ( noch vor Ausbruch der Ebola-Krankheit) unterschrieben. Für die Durchführung dieses Vorhabens hat Sierra Leone ein Darlehen in Höhe von 200 Millionen VSA-Dollar von der chinesischen Ausfuhr-Einfuhr-Bank ( chinesischen Exim-Bank) erhalten. Dieser Geldbetrag wird in die Abwicklung der ersten Phase des Projekts gesteckt. Dies erklärte Shen Xiaokai, Wirtschaftsberater bei der Botschaft der Volksrepublik China in Sierra Leone, Anfang Juni 2016. Die Durchführung der ersten Phase dieses Vorhabens wird voraussichtlich drei Jahre dauern. Danach obliegt es den Sierra-Leonern, ein anderes Darlehen bei den Chinesen zu beantragen, um die zweite Phase des Vorhabens durchzuführen.

China Railway International Group (CRIG) hat schon rund 10 Millionen VSA-Dollar für das Roden des Grundstücks, die Errichtung des Lagers der CRIG-Mitarbeiter und den Aufbau der Wetterwarte ausgegeben. “ Ich habe Ihrem Staatspräsidenten versprochen, dass wir unser Bestes tun werden, um sicherzustellen, dass wir einen qualitativ hochwertigen Flughafen bauen. Wir wollen wirklich einen qualitativ hochwertigen Flughafen, der der beste in Westafrika sein wird, bauen […]„, erklärte Guoxin Wang, Leiter von CRIG in Sierra Leone, vor einigen Monaten.  

Die Sierra-Leoner und viele Menschen weltweit prangern die Anstrengungen des „Internationalen Währungsfonds“ (IWF) und der Weltbank, den Bau des internationalen Flughafens von Mamamah zu vereiteln, an.

Der IWF und die Weltbank sagen, dass die sierra-leonische Wirtschaft nicht rentabel sei, um ein Darlehen zum Bau des Mamamaher Flughafens aufzunehmen. Viele Menschen weltweit behaupten jedoch, dass dies nur ein Vorwand sei und dass der IWF und die Weltbank alle Register ziehen, um den Aufschwung, den Wohlstand, die Infrastrukturentwicklung in Ländern der „Dritten Welt“ und  das flächendeckende Wohlergehen  der Völker Afrikas unterschwellig zu bekämpfen und zu verhindern.

Professor Humphrey Mosha, von der Wirtschaftswissenschaftlichen Fakultät der Universität von Dar es Salaam,  erklärte dieser Tage: „Wir sind der Weltbank müde. Es ist höchste Zeit, dass wir unsere Zusammenarbeit mit China verstärken, weil die Vereinigten Staaten von Amerika und andere westliche Länder uns viel zu lange über den Tisch gezogen und bei uns abgesahnt haben.“ Professor Mosha stellte klar, dass die „Weltbank“ Tansania seit über 30 Jahren Ratschläge zur Verbesserung der Wirtschaft des ostafrikanischen Landes erteilt; diese Ratschläge der „Weltbank“ hätten aber Tansania nicht zum Aufschwung verholfen. Professor Mosha reagierte auf die jüngste Warnung der „Weltbank“ vor dem wachsenden Beitrag Chinas zur  raschen tansanischen Wirtschaftsentwicklung und Industrialisierung. Hingegen empfiehlt Professor Mosha  sogar die Intensivierung und Verstärkung der Gewinn-Gewinn-Zusammenarbeit zwischen den Ländern Afrikas und China sowie die Einbindung der afrikanischen Fachleute in diese Zusammenarbeit, damit alle Beteiligten zufriedengestellt werden.

Auch Professor Honest Ngowi, vom Institut für Wirtschaft der Universität von Dar es Salaam, wies neulich darauf hin, dass der wachsende Beitrag Chinas zur Entwicklung Tansanias und der Länder Afrikas vielmehr nützlich gewesen ist.

Hussein Kamote, ein Leiter des „Bundes der Industrien Tansanias“, sagte kürzlich: „Viele Länder weltweit sind zur Einsicht gekommen, dass sie keine Fortschritte machen können, wenn sie nur mit dem Westen zusammenarbeiten. Sie wissen, dass sie auch ihre Ziele erreichen können, wenn sie mit China, das sich als freundlicher Partner erwiesen hat, zusammenarbeiten.“

Professor Moussa Zaki, von der senegalesischen Gaston-Berger-Universität von Saint-Louis, behauptete im Jahre 2014, dass die zweijährige Erdölförderung in Niger durch die Chinesen dem Land Niger mehr Geld und Vorteile als die vierzigjährige Ausbeutung von Uran durch das französische Unternehmen Areva eingebracht hat.

Manche Wissenschaftler und Ärzte sowie viele Menschen weltweit sind sogar der Meinung, dass die Ebola-Krankheit in Sierra Leone, Guinea (Conakry) und Liberia von kriminellen beziehungsweise verbrecherischen Händen und Kräften, welche den Aufschwung dieser Länder zu torpedieren wollen, vorsätzlich ausgelöst wurde. Man weiß, dass der sierra-leonische Staatspräsident Ernest Bai Koroma die „Agenda für Wohlstand“ ins Leben gerufen und angefangen hatte, diese „Agenda“ umzusetzen. Er flog im Jahre 2013 nach China und unterschrieb dort milliardenschwere Vereinbarungen mit Chinesen. Die Umsetzung dieser Vereinbarungen sollen einen flächendeckenden Wohlstand in Sierra Leone auslösen. Seltsamerweise brach die Ebola-Krankheit aus, um die Umsetzung der Entwicklungsprojekte zu verhindern.

Viele Menschen sind also zur Einsicht gekommen, dass es dem IWF und der Weltbank nur darum geht, die Infrastrukturentwicklung und vor allem die Verwirklichung der von der sierra-leonischen Regierung konzipierten „Agenda für Wohlstand“ zu sabotieren.

Trotzdem hat sich das Land von Xi Jinping und Li Keqiang vorgenommen und verpflichtet, den raschen Aufschwung der Völker und Länder Afrikas zu fördern und voranzutreiben. 

Der künftige internationale Flughafen im sierra-leonischen Mamamah.
Der künftige internationale Flughafen im sierra-leonischen Mamamah.

Der Bau eines hochmodernen internationalen Flughafens in Mamamah ist dennoch Bestandteil der „Agenda für Wohlstand“ der sierra-leonischen Regierung. Der derzeitige internationale Flughafen in Lungi bereitet den Gästen, Investoren, Touristen sowie Sierra-Leonern selbst viele Unannehmlichkeiten. Vom internationalen Flughafen von Lungi nach Freetown und zurück kann man nur mit der Fähre, dem Hubschrauber oder der Jacht fahren. Dies ist öfters mit Risiken verbunden — ist also gefährlich. Das erlebte Zhao Yanbo, chinesischer Botschafter in Sierra Leone, als er zum ersten Mal nach Sierra Leone kam. Deshalb erklärte Zhao Yanbo im Jahre 2015: “ Was der IWF sagt, dass die sierra-leonische Wirtschaft nicht rentabel sei, um das Darlehen zum Bau dieses Flughafens [des internationalen Flughafens von Mamamah] aufzunehmen, ist absurd. Wird Sierra Leone in den nächsten zwanzig Jahren so bleiben, wie es heute ist? Der neue Flughafen ist Bestandteil der ‚Agenda für Wohlstand‘ der sierra-leonischen Regierung und wird von großem wirtschaftlichem Nutzen sein sowie die Wirtschaft des Landes ankurbeln.

Es versteht sich von selbst, dass Zhao Yanbo vollkommen recht hat. Das Darlehen wird Sierra Leone in zwanzig Jahren zurückzahlen; nur die Zinsen soll Sierra Leone in den nächsten sieben Jahren zahlen. Der Bau des internationalen Flughafens von Mamamah wird mehr Investoren und Touristen nach Sierra Leone anziehen. Auch Mauretanien hat einen neuen internationalen Flughafen zwischen Nuadhibu und Nuakschott — 25 Kilometer nördlich von der Hauptstadt Nuakschott — gebaut und am 23. Juni 2016 eröffnet, um das westafrikanische Land wirtschaftlich attraktiver zu machen.

Zhao Yanbo erklärte im Februar 2016, dass er sich immer für die chinesische Finanzierung der Verwirklichung der „Agenda für Wohlstand“ einsetzen werde, solange er Botschafter der Volksrepublik China in Sierra Leone ist. Er fügte bei, China werde die Entwicklung und den Aufschwung der Völker und Länder Afrikas beschleunigen.

Es ist so, dass sich manche Menschen in „imperialistischen Ländern“ und aus „Kolonialmächten“ wünschen, dass die Volksrepublik China wirtschaftliche Probleme kriegt und infolgedessen das „Riesenprogramm von Xi Jinping für die rasche und flächendeckende Entwicklung und Industrialisierung der Völker und Länder Afrikas“ nicht finanziert. Zhao Yanbo sagte aber im Februar 2016 im sierra-leonischen Freetown, dass die Volksrepublik China das Xi-Riesenprogramm für die rasche Entwicklung und Industrialisierung der Völker und Länder Afrikas finanzieren wird.

Das Land von Xi Jinping und Li Keqiang hat schon mehrere Entwicklungsprogramme zur Wasser- und Stromversorgung in Sierra Leone durchgeführt. Auch hochmoderne Straßen werden von chinesischen Unternehmen in Sierra Leone gebaut. China hat bereits das hochmoderne „Krankenhaus für die chinesisch-sierra-leonische Freundschaft“ im sierra-leonischen Jui gebaut und daselbst ein hochmodernes S3-Laboratorium eingerichtet. 

Am 24. April 2016 wurden die Bauarbeiten der Waterloo-Masiaka-Hauptstraße in die Wege geleitet. 154 Millionen VSA-Dollar werden in dieses Projekt, das vom chinesischen Unternehmen Chinese Railway Seventh Group (CRSG) durchgeführt wird, gesteckt. Zhao sagte den Sierra-Leonern zu, dass das Unternehmen CRSG ein „erstklassiges Straßennetz“ in Sierra Leone bauen würde, „da es für seine Effizienz, die Qualität seiner Arbeit und seine Glaubwürdigkeit bekannt ist.“ Die Waterloo-Masiaka-Hauptstraße in Freetown ist die Straße von und nach Freetown (der Hauptstadt von Sierra Leone), welche Freetown mit vier sierra-leonischen Regionen verbindet.

Der Auftrag von CRSG besteht darin, diese Straße in eine vierspurige Autobahn umzubauen.

Urheber: Der Welt-Leuchter — Mamamah, Sierra Leone

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