Löwinnen bodigen Eidgenossinnen

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Torhüterin Annette Ngo Ndom während der Begegnung Schweiz gegen Kamerun am 16. Juni 2015 im kanadischen Edmonton
Die kamerunische Torhüterin Annette Ngo Ndom vereitelt einen Angriff der Eidgenossinnen während der Begegnung Schweiz gegen Kamerun am 16. Juni 2015 im kanadischen Edmonton.

Obwohl sie „keine Qualifikations-, Turnierteilnahme- und Siegprämien“ von kamerunischen Fussball-Verwaltern erhalten haben, sind die Fussballerinnen der Frauen-Nationalelf Kameruns in das Achtelfinale der Frauen-Fussballweltmeisterschaft 2015 in Kanada nach ihrem Spiel gegen die schweizerische Frauen-Nationalmannschaft in Edmonton eingezogen. Die Löwinnen aus und von Kamerun haben die Frauen-Nationalelf der Schweiz am 16. Juni 2015 im kanadischen Edmonton mit 2:1 besiegt. Die Schweizerinnen gingen in der 24. Minute der Partie durch ein Tor von Ana-Maria Crnogorcevic in Führung. Für die Löwinnen glich Gabrielle Onguéné in der 47. Minute der Begegnung aus. Den Siegtreffer der Kamerunerinnen erzielte Madeleine Ngono Mani in der 62. Minute des Spiels.

Die kamerunische Frauen-Nationalelf verdankt aber ihren Sieg über die Eidgenossinnen nicht zuletzt Annette Ngo Ndomder kamerunischen Torhüterin, an der die Schweizerin Fabienne Humm beispielsweise in der 34. Minute der Partie scheiterte.

Die Fussballerinnen aus Kamerun stellen nunmehr die einzige Hoffnung eines Kontinents bei dieser Frauen-WM dar. Enow Ngachu , Hauptübungsleiter der Löwinnen Kameruns, sagte nach dem historischen Sieg und Einzug ins Achtelfinale der Frauen-WM 2015:

„Wir sind über diesen Sieg, der uns den Weg für die nächste Runde ebnet, beglückt. Wie beim Spiel gegen Japan waren wir im ersten Durchgang zerstreut. Wir lernen bei jedem Spiel. Diese Leistung ist ein gutes Vorzeichen für die Zukunft des Frauenfussballs in Kamerun. Heute vertreten wir nicht nur unser Land, sondern ganz Afrika.“

In Kamerun gibt es keine richtige Fussball-Meisterschaft für Frauen. Die überwältigende Mehrheit der Fussball-Verwalter in Kamerun interessiert sich mehr dafür, bei Fussballern und Fussballerinnen abzusahnen; den Frauenfussball zu entwickeln, ist nicht ihre Sorge.

Die Schweizerin Ramona Bachmann scheitert an der kamerunischen Torhüterin Annette Ngo Ndom.
Die Schweizerin Ramona Bachmann scheitert an der kamerunischen Torhüterin Annette Ngo Ndom.

Im Achtelfinale wird Kamerun auf China treffen. Die beiden Nationalmannschaften werden sich am 20. Juni 2015 im Commonwealth-Stadion zu Edmonton miteinander auseinandersetzen. 

Am 08. Juni 2015 hatte Kamerun Ecuador 6 Tore im kanadischen Vancouver aufgepelzt und keinen einzigen Gegentreffer kassiert. Am 12. Juni 2015 unterlagen die Löwinnen den Japanerinnen knapp. Es gelang Japan, Kamerun mit 2:1 zu besiegen. Die Kamerunerinnen hätten sogar beim Spiel gegen die Japanerinnen wenigstens ein Unentschieden verdient.

Die kamerunische Frauen-Nationalelf nimmt zum ersten Mal überhaupt an einer Frauen-Fussballweltmeisterschaft teil. Zudem ist sie die zweite Frauen-Nationalelf aus Afrika, die ins WM-Achtelfinale einzieht. Nigeria hatte schon 1999 das WM-Achtelfinale erreicht und war auch da ausgeschieden. Die Kamerunerinnen können jedoch das Viertelfinale erreichen, weil sie bislang die Tatsache unter Beweis gestellt haben, dass sie die fussballerischen Fähigkeiten haben, die sie in die Lage versetzen können, es mit jeder Nationalmannschaft in diesem Turnier aufzunehmen. Bisher haben die Löwinnen für Überraschung und Furore gesorgt. Sie haben das Zeug, jeder Frauen-Nationalelf Paroli zu bieten und zu bezwingen.

Auch Martina Voss-Tecklenburg, die Hauptübungsleiterin der schweizerischen Frauen-Nationalmannschaft, hat nach dem verlorenen Spiel gegen Kamerun zugegeben, dass die kamerunischen Löwinnen ihren Sieg über die Schweizerinnen verdient haben.

Urheber: Der Welt-Leuchter — Edmonton, Kanada

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