Limpopo blüht auf

Rob Davies, südafrikanischer Handels- und Industrieminister.
Rob Davies, südafrikanischer Handels- und Industrieminister.

China ist der größte Handelspartner Südafrikas. Das chinesische Unternehmen Shanghai Zendai Property baut gerade die „Modderfontein-Neustadt“ auf einer 1600-Hektar-Fläche bei Johannesburg. Die „Modderfontein-Neustadt“ wird aus Bürogebäuden, einem Leichtindustriepark, Wohnungen für 100000 Menschen, Schulen und Unterhaltungszentren bestehen sowie 23000 Arbeitsplätze schaffen. Nun hat ein von Hong Kong Mining Exchange Company geleitetes chinesisches Konsortium beschlossen, die Entwicklung und den Aufschwung der südafrikanischen Limpopo-Provinz anzukurbeln. In der Tat will das chinesische Konsortium 2,8 Milliarden VSA-Dollar in die Errichtung eines Industrieparks in der Musina-Makhado-Sonderwirtschaftszone der Limpopo-Provinz pumpen. Dies gab das südafrikanische Handels- und Industrieministerium am 14. Juli 2016 in Pretoria — der Hauptstadt des Landes — bekannt.

Das chinesische Konsortium wird den Industriepark bauen, bewirtschaften und vermarkten sowie in den Energiesektor, in Roheisen und Stahlwerke investieren. In diesem zu bauenden Industriepark sollen zum Beispiel Chrom, Mangan, Kokskohle und Kalk abgebaut und aufgearbeitet oder veredelt werden. „Diese Projekte werden über einen Zeitraum von 5 Jahren durchgeführt und voraussichtlich 21000 Arbeitsplätze in der Region schaffen„, teilte das südafrikanische Handels- und Industrieministerium mit. Die Musina-Makhado-Sonderwirtschaftszone werde die „industrielle Entwicklung der Limpopo-Provinz fördern und sich vornehmlich auf die Aufarbeitung oder Veredelung von Mineralien, die landwirtschaftliche Nahrungsmittelverarbeitung, Petrochemie und andere Leichtindustrien konzentrieren, wie dies vom Neun-Punkte-Plan vorgesehen wird.

Die Limpopo-Provinz (mit Hauptstadt Polokuane) liegt im nordöstlichen Teil Südafrikas. Sie ist vorwiegend eine ländliche Provinz . Der Limpopo-Fluss, die Affenbrotbäume und Bodenschätze sind die Markenzeichen dieser südafrikanischen Provinz. Die Limpopo-Provinz ist aber auch von einer sehr hohen Arbeitslosenzahl geprägt.

Bezüglich der Durchführung des Vorhabens des chinesischen Konsortiums hatte der südafrikanische Handels- und Industrieminister Rob Davies am 11. Juli 2016 erklärt: “ In Übereinstimmung mit dem Nationalen Entwicklungsplan soll diese Entwicklung das Wirtschaftswachstum beschleunigen, ausländische und inländische Direktinvestitionen anziehen, das verarbeitende Gewerbe und die Aufarbeitung oder die Veredelung von Mineralien ausbauen sowie Arbeitsplätze in der Region schaffen.

Das südafrikanische Handels- und Industrieministerium hatte öffentliche Anhörungen und Sitzungen im April 2016 in den Ortschaften Musina, Makhado und Nzhelele gehalten, um die Ansichten und Wünsche der Einheimischen einzuholen. Diese stimmten der Schaffung der Musina-Makhado-Sonderwirtschaftszone zu und fügten bei, dass ein besonderer Wert auf  die Schaffung von Arbeitsplätzen durch  gerechte Beschäftigungsvorgänge,  die Aus- und Fortbildung, die finanzielle Unterstützung, die Entwicklung von kleinen und mittleren Unternehmen, Genossenschaften und Verselbständigungsvereinbarungen gelegt werden soll.

Die Errichtung der Musina-Makhado-Sonderwirtschaftszone in der südafrikanischen Limpopo-Provinz soll auch die regionale Integration vorantreiben, die die angrenzenden Regionen aus den Nachbarländern Mosambik, Botsuana und Simbabue tangiert. Darüber hinaus werde diese Sonderwirtschaftszone den Handel zwischen Südafrika und den übrigen afrikanischen Ländern erleichtern.


Urheber: Der Welt-Leuchter — Polokuane, Südafrika

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