IVM auf Expansionskurs

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Innocent Chukwuma (Gründer und Vorstandsvorsitzender des Innoson-Konzerns; links) und Generalleutnant Tukur Buratai (Generalstabschef des nigerianischen Heeres; rechts) am 2. Januar 2018 im nigerianischen Abudscha.

IVM greift nigerianischem Militär unter die Arme —

Die Hunde bellen, die Karawane zieht weiter„, erachtet oftmals mit Fug und Recht das gesunde Volksempfinden. Trotz einiger Schwierigkeiten entfalten sich gerade viele afrikanische Länder. Nigeria zum Beispiel will nächstes Jahr (2019) oder spätestens im Jahre 2020 ein Schwellenland werden. Neben dem allafrikanischen Milliardär und Unternehmer Aliko Dangote gibt es viele andere Unternehmer, die in ihren jeweiligen Tätigkeitsfeldern zur raschen Entfaltung des Landes am Golf von Guinea  beitragen. So haben  Innocent Chukwuma (Gründer und Vorstandsvorsitzender des Innoson-Konzerns) und Generalleutnant Tukur Buratai (Generalstabschef des nigerianischen Heeres) am 2. Januar 2018 in Abudscha die Zusammenarbeit von IVM mit dem Militär Nigerias zur Herstellung von gepanzerten Gefechtsfahrzeugen und anderen militärischen Ausrüstungen angekündigt. IVM (Innoson Vehicle Manufacturing) ist ein Unternehmen des Innoson-Konzerns.

Ein von IVM (Innoson Vehicle Manufacturing) im nigerianischen Nnewi hergestelltes Fahrzeug für Militäreinsätze.

Eigentlich greift das nigerianische Militär zur Unterstützung und zum Fachwissen von IVM, um nicht zuletzt das Sonderfahrzeugwerk und die Zentralwerkstatt des nigerianischen Militärs im nigerianischen Bundesstaat Kaduna wieder zu eröffnen. Generalleutnant Buratai behauptete: „In der Absicht, örtliche Unternehmer zu fördern, bat das nigerianische Heer, das patriotisch ist, Innoson Motors zu Beginn letzten Jahres darum, dem Heer drei (3) Fahrzeuge zur Verfügung zu stellen. Es ist festgestellt worden, dass diese Fahrzeuge langlebig sind und sehr gut funktionieren. Bei Militäreinsätzen haben sich diese Fahrzeuge als nützlich, gemütlich und zweckdienlich erwiesen. Aufgrund dieser Tatsache hat das nigerianische Heer mehr als 70 Varianten der Innoson-Fahrzeuge gekauft. Diese Fahrzeuge sind im nordöstlichen Teil des Landes für die Militäroperation Lafiya Dole eingesetzt worden.“ Das nigerianische Heer will 100 Militärfahrzeuge von IVM kaufen.

IVM produziert bekanntlich nicht nur Militärfahrzeuge; die Produktion von hochwertigen Fahrzeugen für die zivile Nutzung ist das Kerngeschäft von IVM. Diesbezüglich erklärte Chukwuma  Anfang Dezember 2017, dass der afrikanisch-nigerianische Fahrzeughersteller IVM ein hochwertiges und preisgünstiges Auto für bescheidene Geldbeutel im Januar 2018 auf den Markt bringen wolle. „Ich werde einen preisgünstigen Wagen in einem Monat [Januar 2018] auf den Markt bringen, damit auch Leute, die nicht über viel Geld verfügen, sich ein Fahrzeug leisten können […] Dieses Auto wird groß sein, mit Klimaanlage, Automatikgetriebe und anderem Komfort ausgestattet werden, damit alle dieses Auto mühelos fahren, bedienen und benutzen können„, erklärte der afrikanisch-nigerianische Unternehmer Anfang Dezember 2017.

IVM peilt afrikanischen Markt an

Die in Nigeria vom afrikanisch-nigerianischen Fahrzeughersteller IVM gebauten und am 11. Dezember 2017 im nigerianischen Nnewi aus- und vorgestellten neuen Automodelle von IVM.

Ungeachtet der Tatsache, dass das Unternehmen  IVM seinen Sitz und sein Montagewerk im nigerianische Nnewi hat, interessiert sich dieser Automobilhersteller nicht nur für den nigerianischen Markt. In der Tat will IVM seine hochwertigen Produkte auch in allen anderen afrikanischen Ländern anbieten. Deshalb fügte Chukwuma bei: „Ich beschränke mich nicht nur auf den nigerianischen Markt; ich bin jetzt an dem afrikanischen Markt interessiert und da liegt zurzeit mein Interesse. IVM hat sogar schon eine Grundsatzvereinbarung mit dem malischen Fuhrunternehmen Taxi Plus VIP unterzeichnet, um 400 Fahrzeuge für das malische Fuhrunternehmen herzustellen. Am 11. Dezember 2017 stellte IVM seine neuen Automodelle von Sport- und Nutzfahrzeugen im Nnewi aus und vor. So durfte das Publikum die Modelle Innoson IVM G80, Innoson IVM G40, Innoson IVM G20 und den Pritschenwagen Innoson IVM Granite in Nnewi bestaunen.

Auch andere Fahrzeughersteller haben es auf den afrikanischen Markt abgesehen. Das algerische Unternehmen Tahkout Manufacturing Company vom Algerier Mahieddine Tahkout produziert seit dem 19. Oktober 2016 Fahrzeuge der südkoreanischen Marke  Hyundai im algerischen Tiaret. In diesem Jahr ( 2018) will Tahkout ein anderes Montagewerk für Fahrzeuge der japanischen Automarke Suzuki im algerischen Saida aufbauen. Um den anderen nicht nachzustehen, haben sich die Chinesen vom Konzern BYD ( „Build Your Dream„) vorgenommen, Fahrzeuge in Afrika im Allgemeinen und in Marokko insbesondere zu bauen und sowohl in Europa als auch in Afrika zu verkaufen. Am 9. Dezember 2017 unterzeichneten Wang Chuangfu (der Vorstandsvorsitzende des chinesischen Konzerns BYD) und die marokkanischen Behörden eine Grundsatzvereinbarung, wonach BYD Werke zur Herstellung von Elektrobatterien, Elektrobussen, Elektrolastkraftwagen und Elektrozügen bei Tanger bauen und dieselben sowohl in Afrika als auch in Europa verkaufen wird. „Wir wollen von der geographischen Lage Marokkos als Eingangstür sowohl zum europäischen als auch zum afrikanischen Markt„, stellte Wang Chuangfu am 9. Dezember 2017 in Marokko klar.

Nach dem afrikanischen Markt wird IVM vermutlich den chinesischen Markt und andere internationale Märkte anpeilen.

Urheber: Der Welt-Leuchter — Nnewi, Nigeria
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