Investitionsregen in Nigeria

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Aliko Dangote (links) und der nigerianische Vizepräsident Oluyemi Osinbajo (mittig) bei der Besichtigung der Baustellen des Dangote-Konzerns im Juni 2016 in der nigerianischen Lekki-Freihandelszone.

Am 2. Dezember 2016 unterschrieben der nigerianische Dangote-Konzern und der Marokkanische Konzern für Phosphate (OCP) eine Vereinbarung zur Errichtung der größten Düngemittelproduktionsplattform Afrikas in der nigerianischen Lekki-Freihandelszone. Diese Düngemittelfabrik, die mit nigerianischem Erdgas und marokkanischen Phosphaten versorgt werden soll, wird die zweitgrößte Harnstoffdüngemittelfabrik der Welt sein. Dangote und OCP haben schon 2,5 Milliarden VSA-Dollar in den Bau der Produktionsfabriken im marokkanischen Jorf Lasfar und in der nigeriansichen Lekki-Freihandelszone gepumpt. Ende 2017 und Anfang 2018 wird diese Düngemittelproduktionsplattform   mehr als 1 Million Tonnen Düngemittel pro Jahr produzieren. Voraussichtlich 250000 (zweihundertfünfzigtausend) direkte und indirekte Arbeitsplätze werden aus der Zusammenarbeit zwischen Dangote und OCP entstehen. 

Daneben ist der nigerianische Dangote-Konzern dabei, 20 Milliarden VSA-Dollar ( zwanzig Milliarden VSA-Dollar) in Nigeria und anderen afrikanischen Ländern bis 2020 zu investieren, um die Wirtschaft Nigerias und von anderen afrikanischen Ländern anzukurbeln sowie viele Arbeitsplätze in Nigeria und anderen afrikanischen Ländern zu schaffen. Dies teilte Mansur Ahmed, Geschäftsführer des Dangote-Konzerns, am 8. November 2016 auf einer Medienkonferenz in Abudscha, der Hauptstadt Nigerias, mit. „Bei der Fertigstellung der Erdölraffinerie, der Petrochemieanlage, der Düngemittelfabrik, der landwirtschaftlichen Projekte […], wird unser Unternehmen die Anzahl seiner Arbeiterschaft auf rund 250000 Beschäftigte erhöhen„, erklärte Mansur Ahmed. Der Dangote-Konzern will bis 2020 mehr als 200000 (zweihunderttausend) Menschen einstellen. Der allafrikanische Milliardär Aliko Dangote (aus Nordnigeria) hat schon 12 Milliarden VSA-Dollar in den Bau der Riesenerdölraffinerie in Lagos gepumpt. Mit dieser Erdölraffinerie, welche 650000 (sechshundertfünfzigtausend) Fass pro Tag verarbeiten soll sowie mit einer Petrochemieanlage, einer Düngemittelfabrik und Unterwasser-Erdgasleitungen verbunden wird,  werden 235000 (zweihundertfünfunddreißigtausend) direkte und indirekte Arbeitsplätze in Nigeria geschaffen. Rund 8000 Arbeitsplätze werden darin für Ingenieure geschaffen. 11000 (elftausend) Tankstellen, die geschlossen wurden, werden wieder eröffnet werden. Das Projekt zu Unterwasser-Erdgasleitungen wird 12000MW Energie zugunsten der Menschen, Haushalte und Unternehmen in Nigeria produzieren. „Im Rahmen unseres Erdgasvorhabens werden wir unsere Erdgasleitungen auf dem Meeresboden haben. Die Leistung soll in der Lage sein, rund 12000 MW Energie zu liefern. Sobald wir die meisten unserer Projekte vor Ende 2018 hinter uns gebracht haben werden , werden wir viele Umgestaltungen erleben„, sagte Aliko Dangote am 29. August 2016 im nigerianischen Lagos.

Eine Erdölraffinerie.

Auch andere Geschäftsleute und Unternehmen aus Russland, China und Hongkong wollen in die nigerianische Erdölindustrie investieren. Im Juli 2016 erklärte Arsen Mudonov, Vorstandsvorsitzender des russischen Konzerns Safinat, dass der Safinat-Konzern eine Erdölraffinerie im nigerianischen Bundesstaat Calabar bauen will. Diese Erdölraffinerie soll 7000 Fass pro Tag am Anfang verarbeiten; in absehbarer Zeit wird diese Erdölraffinerie 65000 Fass pro Tag verarbeiten. Auch das  Hongkonger Unternehmen Blooming Faith Petroleum Limited schloss sich mit der Nigerianischen Nationalen Erdölgesellschaft (NNPC)  im Sommer 2016 zusammen, um eine Erdölraffinerie im nigerianischen Akua Ibom zu bauen. Diese Erdölraffinerie wird voraussichtlich 200000 ( zweihunderttausend) Fass pro Tag verarbeiten. Chinesische  Unternehmen wollen rund 100 Milliarden VSA-Dollar in den Erdölwirtschaftszweig Nigerias in den kommenden Jahren investieren, während Indien wenigstens 15 Milliarden VSA-Dollar in die nigerianische Wirtschaft investiert.

Das malaysiche Unternehmen  Bionas hat sich im Oktober 2016 vorgenommen, 2,5 Milliarden VSA-Dollar in Nigeria zu investieren, um Biodiesel im nigerianischen Bundesstaat Kaduna zu produzieren. Dies teilte Zurina Amnan, Vorstandsvorsitzende von Bionas, im Oktober 2016 mit. Dabei unterschrieb Bionas eine Vereinbarung mit der nigerianischen Ahmadu-Bello-Universität von Zaria, um 200000 (zweihunderttausend) Akademiker und Akademikerinnen in Nigeria mit der hochmodernen Energietechnologie in der Produktion, Versorgung oder im Vertrieb von Biokraftstoff vertraut zu machen.

Mit der Durchführung seiner Projekte beteiligt sich Dangote an der raschen Industrialisierung und Diversifizierung der nigerianischen Wirtschaft; er will auch dafür sorgen, dass Nigeria bei der Inbetriebnahme der Erdölraffinerie Anfang 2019 keine Erdölprodukte mehr  importiert. Zudem will Dangote dafür sorgen, dass Nigeria möglichst bald eine Industrienation wird. Spätestens im Jahre 2020 will  Nigeria eine Industrienation und ein Schwellenland werden.

Aliko Dangote spendete den Familien von Opfern von Gewalt in Nordnigeria 10 Millionen VSA-Dollar im Jahre 2016. Er hatte schon 6 Millionen VSA-Dollar für die Lösung der humanitären Krise in Nordnigeria gespendet.

Im April 2016 hat Dangote 200 Millionen VSA-Dollar in den Bau einer Zementfabrik in der Elfenbeinküste (EK) gebuttert.

Neben der Erdölraffinerie, der Petrochemieanlage, der Düngemittelfabrik und den Zementfabriken investiert Dangote auch noch in die Landwirtschaft, um viele Arbeitsplätze zu schaffen und dem westafrikanischen Land zur Nahrungsmittelselbstversorgung zu verhelfen. So investiert er viel Geld in den Bau von Verarbeitungs- und Produktionsanlagen für Reis, Salz, Zucker und Tomaten.

Ein chinesischer Traktor.

Die nigerianische Regierung selbst spielt eine aktive Rolle in der Entwicklung des westafrikanischen Landes am Golf von Guinea.So hat die nigerianische Regierung 80000 (achtzigtausend) Traktoren beim chinesischen Unternehmen YTO China-Africa Machinery Corporation (CAMACO) im Juli 2016 bestellt, um die Landwirtschaft anzukurbeln und viele Arbeitsplätze in der Landwirtschaft zu schaffen.Zurzeit gibt es weniger als 30000 (dreißigtausend) Traktoren in Nigeria. Nach der Lieferung der  80000 (achtzigtausend) Traktoren werden Landwirte in Nigeria über wenigstens 100000 (hunderttausend) Traktoren verfügen. Mit dem Programm „N-Power Teach“ ist die nigerianische Regierung dabei, 500000 (fünfhunderttausend) Akademiker und Akademikerinnen, die ein zweijähriges Praktikum als Lehrer und Lehrerinnen absolvieren werden, einzustellen. Zudem wird die nigerianische Regierung 25000 Nigerianern und Nigerianerinnen eine Ausbildung in Technologieberufen im Rahmen des Programms „N-Power Knowledge“ erteilen. Im  Rahmen des Programms „N-Power Build“ werden 75000 Nigerianer und Nigerianerinnen eine Ausbildung in Berufen des Dienstleistungswesens erhalten.

Inzwischen hat die Regierung Nigerias damit angefangen, 10000 (zehntausend) Zentren für die medizinische Grundversorgung in Nigeria umzubauen und armen beziehungsweise verwundbaren Menschen etwas Sozialhilfe auszuzahlen.

Der Grundstein für den baldigen flächendeckenden Wohlstand in Nigeria ist nun gelegt worden.

Urheber: Der Welt-Leuchter — Lagos, Nigeria

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