Industrieparks im Herzen Afrikas

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Eine Gruppe von chinesischen Geschäftsleuten hat sich am 5. Februar 2018 in Kinschassa bereit erklärt, 2 Milliarden VSA-Dollar in die Errichtung eines Industrieparks in der Demokratischen Republik Kongo zu pumpen. Die Unternehmen in diesem zu bauenden Industriepark sollen sich auf die Produktion elektrischer Ausrüstungen spezialisieren. Die chinesischen Geldanleger wollen überdies in der Bergbauindustrie der Demokratischen Republik Kongo mitmischen.


Der DR-kongolesische Raumordnungsminister Felix Kabange (mittig) mit chinesischen Geschäftsleuten am 5. Februar 2018 im DR-kongolesischen Kinschassa.

Diese Geschäftsleute sind bereit, hohe Investitionen gegen bestimmte Sicherheiten zu tätigen. Um ihr Projekt in die Wege zu leiten, benötigen diese chinesischen Geschäftsleute 70 Hektar in der Sonderwirtschaftszone. Sie wollen von den Vergünstigungen des Investitionsgesetzes profitieren. Zudem wünschen Sie sich, dass die hiesige Industrieproduktion von elektrischen Ausrüstungen vor allem vor Einfuhren geschützt wird„, erklärte Felix Kabange, DR-kongolesischer Raumordnungsminister am 5. Februar 2018 in Kinschassa. Dieser hatte die chinesischen Geschäftsleute zu der DR-kongolesischen Nationalagentur für die Förderung von Investitionen begleitet.

Die Unternehmen der chinesischen Geschäftsleute wollen zum Beispiel Transformatoren, Leitungsschutzschalter, Kabel und dergleichen mehr in der Demokratischen Republik Kongo herstellen und natürlich viele Arbeitsplätze daselbst schaffen. Außerdem wollen sie eine 6000 Kilometer lange Hochspannungsleitung zwischen den DR-kongolesischen Wasserkraftdämmen Inga und Kapstadt (in Südafrika) bauen. Die DR kongo schickt sich an, einen Riesenwasserkraftdamm in Inga zu bauen.

Da die DR Kongo vor Boden- und Naturschätzen strotzen, wollen die von Lee angeführte Gruppe von chinesischen Geschäftsleuten auch in die Bergbauindustrie investieren.

In der DR Kongo ist im März 2018 ein neues Bergbaugesetz in Kraft gesetzt worden. Mit diesem neuen Bergbaugesetz wollen die DR-Kongolesen mehr von ihren Rohstoffen profitieren und sich nicht mehr über den Tisch ziehen lassen.Technologieunternehmen weltweit interessieren sich nicht zuletzt für das Kobalt, das es in der DR Kongo in Hülle und Fülle gibt. Mit dem Kobalt werden elektrische Batterien hergestellt.

Neben der DR Kongo treiben die Chinesen die Industrialisierung anderer afrikanischer Länder voran. So hat sich das chinesische Unternehmen Xinhan im Februar 2018 dafür entschieden, mit Ugandern zusammenzuarbeiten, um eine Fabrik zur Herstellung von Klugmobiltelefonen [Smartphones] in Uganda einzurichten. 10 Millionen VSA-Dollar werden in die Durchführung dieses Vorhabens gesteckt. “ Voraussichtlich 5000 Uganderinnen und Ugander werden Arbeitsplätze finden, sobald dieses Projekt, das zudem Internet-Zugang in Uganda fördern wird, in die Wege geleitet worden ist„, behauptete der Ugander Bemanya Twebaze, Vorstandsvorsitzender von  Uganda Registration Services Bureau ( URSB). Das chinesische Unternehmen Xinhan will zu ugandischen Rohstoffen wie Coltan greifen, um die Klugmobiltelefone in Uganda herzustellen. Dadurch wird die Verarbeitung von afrikanischen Rohstoffen in Afrika gefördert.

Uganda baut gerade Industriestädte

Der ugandische Staatspräsident Museveni mit Chinesen am 9. März 2018 im ugandischen Mbale, wo ein chinesisch-ugandischer Industriepark gebaut wird. Mbale soll eine Industriestadt werden.

Ugandas Industrialisierung läuft auf Hochtouren — auch wenn dies manchen nicht schmeckt beziehungsweise mancher Afrikaner oder manche Afrikanerin korrumpiert, bestochen und der Gehirnwäsche unterzogen wird, damit er oder sie lügenhafte Nachrichten über Uganda und andere afrikanische Länder verbreitet. Am 9. März 2018 erfolgte der Spatenstich für die Errichtung des chinesisch-ugandischen Industrieparks im ugandischen Mbale. 600 Millionen VSA-Dollar werden in den Bau dieses Industrieparks gesteckt. Paul Zhang, der Vorsitzende des chinesisch-ugandischen Industrieparks und des chinesischen Konzerns Tian-Tang, eröffnete, dass schon 50 Unternehmen bereit sind, sich an der Entwicklung des Industrieparks von Mbale zu beteiligen. Zhang fügte hinzu, Schulen und Krankenhäuser werden in ugandischen Industriestädten gebaut werden; Uganda baut gerade Industriestädte . 15000 Arbeitsplätze werden im Industriepark von Mbale geschaffen werden. So gab Evelyn Anite, ugandische Staatsministerin für Investitionen, bekannt, dass 11 Industrieparks bereits fertiggestellt worden seien. Uganda will insgesamt 25 Industrieparks errichten. Die 25 Industrieparks entsprechen auch 25 Industriestädten.

Auch in Burundiwo eigentlich der Weiße Nil entspringt —  und Ruanda treibt vor allem China die gedeihliche Umgestaltung dieser beiden Länder voran. In Burundi ist es dem chinesischen Unternehmen STECOL Corporation gelungen, 538 Hektar Sumpfgebiet bei der Stadt Kirundo in landwirtschaftliche Flächen zu verwandeln. Seit Februar 2018 ist der chinesische Autohersteller Foton in Ruanda tätig. Die Busse von Foton Motor werden in Ruanda von Agakera Motors vermarktet. Die ruandischen Behörden freuen sich auf und über die von Foton Motor hergestellten Busse. Daneben will der chinesische Konzern Huajian eine Textilfabrik in Ruanda einrichten.

China und Russland fördern nicht nur die rasche Industrailisierung der Länder Afrikas; Peking und Moskau sind auch wichtige Abnehmer beziehungsweise Käufer von afrikanischen Rohstoffen. Vor ein paar Wochen hat das chinesische Unternehmen PetroChina eine Vereinbarung mit der Libyschen Nationalen Erdölgesellschaft unterschrieben, wonach PetroChina das libysche Erdöl  in diesem Jahr wieder kaufen soll. Letztes Jahr ( 2017) haben die russischen Unternehmen Rosneft und Lukoil ihre Erdölgeschäfte mit und in Libyen wieder aufgenommen.

 


Urheber: Der Welt-Leuchter — Kinschassa, DR Kongo

 


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