Illusionen der Scheingläubigen

Eingetragen bei: Gesellschaft, Glauben & Religion | 0

Scheingläubige sind Menschen, die erzählen, sie würden an Gott glauben, ab und zu von Gott und von der Bibel reden, sich aber nicht oder nur zum Teil an die Gebote Gottes und Christi halten. Es ist Tatsache, dass viele  Kirchgänger und Kirchgängerinnen Scheingläubige sind. Im zweiten Brief des Paulus an Timotheus, schrieb der Apostel seinem Mitstreiter Timotheus: „ Dies aber wisse, dass in den letzten Tagen schwere Zeiten eintreten werden;denn die Menschen werden selbstsüchtig sein, geldliebend, prahlerisch, hochmütig, Lästerer, den Eltern ungehorsam, undankbar, unheilig,lieblos, unversöhnlich, Verleumder, unenthaltsam, grausam, das Gute nicht liebend,Verräter, unbesonnen, aufgeblasen, mehr das Vergnügen liebend als Gott, die eine Form der Gottseligkeit haben, deren Kraft aber verleugnen. Und von diesen wende dich weg!( 2. Timotheus 3: 1-5). Scheingläubige sind also Menschen, die zwar „eine Form der Gottseligkeit haben„, aber zugleich einen oder mehrere der Makel pflegen oder aufweisen, die Paulus in seinem zweiten Brief an Timotheus erwähnt(e).

Obwohl viele Menschen heute angeben, an Gott zu glauben und dem Herrn zu dienen, wissen wir, dass nur ein Bruchteil der Menschen, die behaupten, an Gott zu glauben, tatsächlich Gemeinschaft mit  Gott und Christus hat bzw.  Gott und Christus so erlebt, wie dies im Alten Testament und im Neuen Testament berichtet wird. Viele gehen jeden Sonntag in die Kirche. Viele singen im Chor. Viele nehmen gern den Namen des Herrn in den Mund. Viele reden in Zungen.Haben aber alle Gemeinschaft mit Gott? Die Antwort auf diese Frage lautet eindeutig „nein“.Warum haben die meisten Kirchgänger und Kirchgängerinnen keine Gemeinschaft mit dem Allmächtigen Gott und Jesus-Christus? Weil sie die Liebe Gottes, wie Jesus-Christus sie in der Bergpredigt (Matthäus 5, 6 und 7) gelehrt hat und wie sie im ersten Korintherbrief ( „das Hohelied der Liebe“, 1. Korintherbrief 13) dargestellt wird,  nicht beharrlich in die Praxis umsetzen.

Manche Mitglieder in Pfingstgemeinden meinen oftmals, das Glaubensleben sei kein Leben von Gesetzen; sie vergessen aber, dass nur menschliche Vorschriften bzw. Gesetze, welche nur den Anschein bzw. Eindruck von Spiritualität erwecken und nicht im sprituellen Sinne erbaulich sind, nicht empfohlen sind ( vgl. Kolosser 2: 20-23). Nur wer die Gebote Gottes und Christi tut, hat Gemeinschaft mit Gott und Jesus Christus.   Wer Gemeinschaft mit Gott bzw. Christus hat, dem bzw. der wird sich Gott bzw. Christus offenbaren und konkret in dessen bzw. deren Leben wirken. Diesbezüglich sagt(e) Jesus: “ Wer meine Gebote hat und hält sie, der ist es, der mich liebt. Wer mich aber liebt, der wird von meinem Vater geliebt werden, und ich werde ihn lieben und mich ihm offenbaren “ (Johannes 14: 21 ). Gott bzw. Jesus Christus offenbart sich vielen sogenannten Gläubigen nicht, weil diese sogenannten Christen bzw. Gläubigen die Gebote Gottes und Jesu nicht einhalten. Es geht nicht nur um ein oder zwei Gebote Gottes, die eingehalten werden sollen; es geht um alle Gebote Gottes.

Die andere Illusion, der sich Scheingläubige oftmals hingeben, ist das Hirngespinst der Erlangung der Erlösung oder Gottgefälligkeit durch Spenden an „arme Mitmenschen„; Scheingläubige wähnen öfters, dass sie in den Himmel kommen würden, wenn sie manchen (nicht allen) armen Menschen Kost und Logis gewähren. Sie vergessen aber zu oft, dass die Freigebigkeit, die aus unreinem bzw. argem Herzen geübt wird, keinen Menschen gottgefällig machen kann: “  Selbst wenn ich all meinen Besitz an die Armen verschenke und für meinen Glauben das Leben opfere, aber ich habe keine Liebe, dann nützt es mir gar nichts  “ (1. Korinther 13: 3 ). Hierbei geht es um  die (göttliche) Liebe oder Gott — der allmächtig, allgegenwärtig und allwissend ist. “ Gott ist die Liebe; und wer in der Liebe bleibt, der bleibt in Gott und Gott in ihm “ (1. Johannes 4: 16 ).

Die (göttliche) Liebe

Die (göttliche) Liebe besteht darin, die Gebote Gottes und Jesu in jedem Augenblick in den Gedanken, in den Worten bzw. Wörtern und in den Taten umzusetzen: “ Daran erkennen wir, daß wir Gottes Kinder lieben, wenn wir Gott lieben und seine Gebote halten. Denn das ist die Liebe zu Gott, daß wir seine Gebote halten; und seine Gebote sind nicht schwer “ ( 1. Johannes 5: 2-3).

Zu den Sünden, die viele Menschen daran hindern, Gemeinschaft mit Gott und Jesus zu haben, gehört auch die Verachtung des Nächsten bzw. Mitmenschen: “ Wer seinen Nächsten verachtet, sündigt; wohl dem, der Erbarmen hat mit den Notleidenden   “ ( Sprüche 14: 21). Auch das Ansehen der Person stört jegliche Gemeinschaft zwischen Gott und einem gläubigen Menschen; daher schrieb Jakobus: “ Meine Brüder und Schwestern, haltet den Glauben an Jesus Christus, unsern Herrn der Herrlichkeit, frei von allem Ansehen der Person…Wenn ihr das königliche Gesetz erfüllt nach der Schrift (3. Mose 19,18): ‚Liebe deinen Nächsten wie dich selbst‘, so tut ihr recht; wenn ihr aber die Person anseht, tut ihr Sünde und werdet überführt vom Gesetz als Übertreter “ ( Jakobus 2:1 und 2: 8-9). Überdies wissen viele Kirchgänger und Kirchgängerinnen nicht, wer böse Gedanken unterhält oder pflegt, wird unrein und kann keine Gemeinschaft mit Gottder heilig, heilig, heilig ist — haben: “ Darum ‚geht weg von ihnen und sondert euch ab‘, spricht der Herr; ‚und rührt nichts Unreines an, so will ich euch annehmen und euer Vater sein und ihr sollt meine Söhne und Töchter sein, spricht der allmächtige Herr “ ( 2. Korinther 6: 17 – 18 ; Jesaja 52,11; Hesekiel 20,41; 2. Samuel 7,14). Auch der Herr Jesus warnt(e) vor Unreinem, als er sagt(e): “ Denn aus dem Herzen kommen böse Gedanken, Mord, Ehebruch, Unzucht, Diebstahl, falsche Zeugenaussagen und Lästerungen. Das ist es, was den Menschen unrein macht […]( Matthäus 15: 19-20).

Nur wer von der (göttlichen) Liebe durchdrungen wird und dieselbe beharrlich in jedem Augenblick tut oder umsetzt, hat Gemeinschaft mit Gott und kann Gott bzw. Christus so erleben, wie dies im Alten und im Neuen Testament berichtet wird. Da nun die meisten Menschen nicht aufgrund der (göttlichen) Liebe denken, sprechen und handeln, ist es auch nicht verwunderlich, dass sie  Gott und Jesus Christus weder erkennen noch erleben.

Es gibt keinen anderen Weg drum herum: Wer Gemeinschaft mit Gott und Jesus Christus haben und Gott bzw. Christus praktisch und konkret erleben will, muss “ den alten Menschen mit seinem früheren Wandel, der sich durch trügerische Begierden zugrunde richtet „, ablegen, sich im „Geist und Sinn“ erneuern und  “ den neuen Menschen“ , „der nach Gott geschaffen ist in wahrer Gerechtigkeit und Heiligkeit „, anziehen ( Epheser 4: 22-24).


Urheber: Mathias Victorien Ntep  — Frankfurt am Main, Deutschland

 

Print Friendly, PDF & Email
Bitte mögen & weitergeben:

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.