Gottes Gebote und Spiritualismus — Teil I

Die Bibel, das Wort Gottes.
Die Bibel, das Wort Gottes.

Es ist Tatsache heutzutage, dass die meisten Menschen, Gruppen, Gemeinden und Kirchen, die sich zum Christentum bekennen, nicht Gott so erkennen, erfahren und erleben, wie dies im ersten Jahrhundert der christlichen Zeitrechnung noch der Fall war. Dennoch sehnen sich viele Menschen danach, an Christus Jesus zu glauben und mit dem allmächtigen, allwissenden und allgegenwärtigen Gott Gemeinschaft zu haben. Kurzum: viele Menschen, Gruppen, Gemeinden und Kirchen dürsten danach, die Anwesenheit und das Wirken Gottes und Christi so zu erleben, wie dies in der Bibel erzählt und geschildert wird. Mit anderen Worten wollen sie den christlichen Spiritualismus erreichen oder christlich-spiritualistisch sein, sind es aber nicht. Der Spiritualismus wird hier als jene Gesinnung oder Einstellung betrachtet, „die die Erfahrung des göttlichen Geistes, die unmittelbare geistige Verbindung des Menschen mit Gott in den Vordergrund stellt“ (Duden-Wörterbuch).

Dies liegt daran, dass sie keine neue Geburt (Vgl. Johannes 3:1-21; Gespräch von Jesus mit Nikodemus über die Notwendigkeit der neuen Geburt) erlebt haben, weder die 10 Gebote Gottes (wie sie von Christus Jesus in den Evangelien ausgelegt werden) konsequent und pausenlos in die Praxis umsetzen noch in der Bibel (von der Genesis zur Offenbarung) verwurzelt sind. Jesus sagte aber:

Denkt nicht, dass ich gekommen bin, um das Gesetz oder die Propheten außer Kraft zu setzen. Ich bin nicht gekommen, ihre Forderung abzuschaffen, sondern um sie zu erfüllen. Denn ich versichere euch: Solange Himmel und Erde bestehen, wird auch nicht ein Punkt oder Strich vom Gesetz vergehen; alles muss sich erfüllen“ ( Matthäus 5: 17-18).

Im Folgenden  werden  noch einmal die 10 Gebote Gottes, die noch in Kraft sind, also noch Gültigkeit haben, aufgeführt:

“ Und Gott redete alle diese Worte:

1. Ich bin der HERR, dein Gott, der ich dich aus Ägyptenland, aus dem Diensthause, geführt habe.Du sollst keine anderen Götter neben mir haben.

2. Du sollst dir kein Bildnis noch irgend ein Gleichnis machen, weder des, das oben im Himmel, noch des, das unten auf Erden, oder des, das im Wasser unter der Erde ist.

3. Du sollst den Namen des HERRN, deines Gottes, nicht mißbrauchen; denn der HERR wird den nicht ungestraft lassen, der seinen Namen mißbraucht.

4. Gedenke des Sabbattags, daß Du ihn heiligest.

5. Du sollst deinen Vater und deine Mutter ehren, auf daß du lange lebest in dem Lande, daß dir der HERR, dein Gott, gibt.

6. Du sollst nicht töten.

7. Du sollst nicht ehebrechen.

8. Du sollst nicht stehlen.

9. Du sollst kein falsch Zeugnis reden wider deinen Nächsten.

10. Laß dich nicht gelüsten deines Nächsten Hauses. Laß dich nicht gelüsten deines Nächsten Weibes, noch seines Knechtes noch seiner Magd, noch seines Ochsen noch seines Esels, noch alles, was dein Nächster hat( 2. Mose, Kapitel 20: 1 – 17).

Die 4 ersten Gebote legen die Schuldigkeit des Menschen dem Schöpfer gegenüber dar, während die 6 letzten Gebote  das Verhalten des Menschen gegenüber seinem Nächsten oder Mitmenschen regeln. Jesus fasste die 10 Gebote Gottes und die Sprüche der Propheten Gottes zusammen, indem er aus dem Alten Testament zitierte:

Als aber die Pharisäer hörten, dass er den Sadduzäern das Maul gestopft hatte, versammelten sie sich. Und einer von ihnen, ein Schriftgelehrter, versuchte ihn und fragte:Meister, welches ist das höchste Gebot im Gesetz? Jesus aber antwortete ihm: »Du sollst den Herrn, deinen Gott, lieben von ganzem Herzen, von ganzer Seele und von ganzem Gemüt« (5.Mose 6,5). Dies ist das höchste und größte Gebot. Das andere aber ist dem gleich: »Du sollst deinen Nächsten lieben wie dich selbst« (3.Mose 19,18). In diesen beiden Geboten hängt das ganze Gesetz und die Propheten “  (Matthäus 22: 34 – 40).

Manche Menschen wähnen, jeder Leser oder jede Leserin könne die Bibel so auslegen, wie er oder sie will. Das Wort Gottes kann in Wahrheit nicht beliebig ausgelegt oder gedeutet werden. Petrus warnt ausdrücklich vor beliebigen Interpretationen des Wortes Gottes (Vgl. 2. Petrusbrief 1: 20-21). Dies bedeutet,  da der Inhalt der Bücher der Bibel vom Heiligen Geist eingegeben wurde, kann die richtige Auslegung der Heiligen Schrift nur vom Heiligen Geist oder von Menschen, die Gott gehorchen und/oder vom Heiligen Geist erfüllt sind, kommen. In der Tat legt sich die Bibel selbst aus; Bibelstellen in manchen Büchern der Bibel werden oftmals von anderen Bibelstellen in anderen Büchern der Bibel erklärt oder ausgelegt.

Wer Gott gehorcht, hält alle 10 Gebote Gottes ein. Wenn man einige oder die meisten Gebote Gottes einhält und nur ein einziges Gebot bricht oder nicht einhält, so hat man alle 10 Gebote Gottes gebrochen oder nicht eingehalten (Vgl. Jakobusbrief 2: 8-10).

Wer nun die neue Geburt erlebt hat und Gottes 10 Gebote im Licht der von Jesus ein für allemal überlieferten Auslegung pausenlos in die Praxis umsetzt, darf und wird sogar aufgefordert, die Geistesgaben zu erstreben. Die Gesitesgaben sind die Zeichen oder Wunder, die zeigen oder nachweisen, dass man wirklich an Jesus geglaubt hat. Hierzu sagte Jesus: „Folgende Zeichen werden die begleiten, die glauben: Sie werden in meinem Namen Dämonen austreiben, sie werden in neuen Sprachen reden, wenn sie Schlangen auffassen oder etwas Tödliches trinken, wird es ihnen nichts schaden, Kranken, denen sie die Hände auflegen, wird es gut gehen“ (Markus 16: 17). Zu diesen Geistesgaben oder Zeichen  gehören auch die vom Heiligen Geist eingegebenen Träume und Visionen, Weissagungen, die Geistesgabe der Unterscheidung der Geister, die Geistesgabe der Deutung der Sprachen, das Tun oder die Vollbringung von Wundern, die Geistesgabe der Weisheit, die Geistesgabe der Erkenntnis… (Vgl. Joel 2: 28 und 1. Korintherbrief 12: 7 – 10).

Dass ein gläubiger Mensch die Geistesgaben erlangt oder ausübt, bedeutet noch lange nicht, dass er in das Reich Gottes kommt, wenn er entschläft oder das Zeitliche segnet. Dafür muss man sich ständig durch die Umsetzung der 10 Gebote Gottes heiligen, denn ohne Heiligung wird man in das Reich Gottes nicht kommen oder vor dem Gericht Gottes bestehen können: „Jagt dem Frieden nach mit jedermann und der Heiligung, ohne die niemand den Herrn sehen wird…“ (Hebräer 12:14).

Daneben ist der Teufel in der Lage, manchen Menschen Geistesgaben zu spenden; dies kann geschehen, wenn jemand die 10 Gebote Gottes nicht einhält und trotzdem die Geistesgaben erhalten möchte, um sie dann auszuüben. Das sind aber falsche oder unechte Geistesgaben. Das ist eine vom Teufel hergestellte Fälschung, die darauf abzielt, für Verwirrung in christlichen  Gruppen, Gemeinden oder Kirchen zu sorgen. Deshalb erklärte Jesus: „Nicht jeder, der dauernd Herrzu mir sagt, wird in das Reich kommen, das der Himmel regiert, sondern nur der, der den Willen meines Vaters im Himmel tut. An jenem Tag des Gerichts werden viele zu mir sagen: Herr, haben wir nicht mit deinem Namen  geweissagt? Herr, haben wir nicht mit deinem Namen Dämonen ausgetrieben und mit deinem Namen Wunder getan?Doch dann werde ich ihnen unmissverständlich erklären: Ich habe euch nie gekannt! Mach euch fort, ihr Schufte „(Matthäus 7: 21).

Was den Unterschied macht, ist die Einhaltung der 10 Gebote Gottes im Lichte der von Jesus überlieferten Auslegung und mit Hilfe des Heiligen Geistes. Ohne Hilfe des Heiligen Geistes kann kein Mensch die 10 Gebote Gottes gerne pausenlos umsetzen. Deswegen ist es empfehlenswert, zu Gott zu beten, um Ihn im Namen Jesu um den Heiligen Geist zu ersuchen.

Glücklicherweise gibt es noch im 21. Jahrhundert eine kleine Minderheit von spiritualistischen Christen und Christengemeinden, die das Wirken Gottes und Jesu noch so erleben, wie dies in der Bibel erzählt oder beschrieben wird. Was diese Christen und Christengemeinden kennzeichnet, ist, dass sie  an die Bibel — von der Genesis zur Offenbarung — glauben und die 10 Gebote Gottes sowie die Lehre Jesu pausenlos in die Praxis umsetzen.

Fortsetzung folgt…

Urheber: Mathias Victorien Ntep II, M.A.

 


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Eine Antwort

  1. Edith Haffner

    Hallo lieber Mathias,
    danke dür diesen geistlichen Beitrag! Es ist sehr interessant. Ich habe wegen Zeitmangel den Artikel erst jetzt lesen können. Ich habe meine Kinder eben zur KiTa gebracht und habe auch ein paar Tage Ferien. Das macht viel aus.
    Ich habe eine kleine Anmerkung zum Artikel, wenn du mir dies erlaubt, nämlich geht es um Folgendes:
    Viele Christen haben den wahren und heiligen Gott in ihr Leben einkehren lassen, haben sich taufen lassen und sogar mächtig Gottes Zeichen des heiligen Geistes ausgeübt. Im Wandel der Zeit aber, haben sie das Ziel aus den Augen verloren, das Wirken Gottes, sie weiter durch den heiligen Geist weiter heilig zu bewahren, wollten sie nicht mehr. Sie haben nicht ganz auf „sich selbst“ verzichten wollen und sind in Folge dessen dem reinen Glauben abtrünnig geworden. Dadurch sind leider einige anfangs ehrliche Christen auch auf Abwege geführt worden. Das ist natürlich keine Entschuldigung für alle die jenigen, die auf Abwege geraten sind. aber ich würde dir somit raten, den Artikel vielleicht noch mit einer Botschaft der Gnade, der Versöhnung, des neuen Startes mit Jesus abzurunden. Gottes Erlösungsplan, durch den grausamen Tod seines Sohnes und natürlich durch den großartigen Sieg der Auferstehung, erstreckt sich sowohl auf die „noch“ unglaubigen Menschen als auch auf die sozusagen „gefallenen Christen“ Eigentlich auf die gesamte Menschheit. Gottes Liebe ist unermeßlich groß.Und sein Angebot steht zur Verfügung, so lange wir atmen. Denn der Herr erwartet, dass wir endlich „Ja“ zu seiner Liebe sagen und die Liebe, wenn sie auf Gegenseitkeit der Parteien beruht, diese LIEBE wirkt WUNDER! Und dies macht sogar das „scheinbar unmögliche“ doch MÖGLICH:
    “ …Daran erkennen wir, dass wir die Kinder Gottes lieben, wenn wir Gott lieben und seine Gebote halten. Denn das ist die Liebe zu Gott, dass wir seine Gebote halten, und seine Gebote sind nicht schwer. Denn alles, was aus Gott geboren ist, überwindet die Welt; und unser Glauben ist der Sieg, der die Welt überwunden hat. Wer ist es, der die Welt überwindet, wenn nicht der, welcher glaubt, dass Jesus der Sohn Gottes ist?“ (1Joh5;2-5). Jesus, ist der Weg, die Wahrheit und das Leben. Seine unermeßlich GROßE LIEBE zu seinen Kindern unterscheidet ihn von allen anderen Vorbildern der herzlosen, harten, rein gesetzmäßigen und strengen Glaubensrichtungen. Es lohnt sich wirklich, auf dieses Angebot der Liebe, auf dieses einzigartige GLÜCK einzugehen.

    Liebe Grüße und bis demnächst lieber Mathias!

    Edith

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