Gabuns Schwenk nach China

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fahne-china-flagge-2Der im August 2016 wiedergewählte gabunische Staatspräsident Ali Bongo Ondimba (eigentlich: Alain Bongo Ondimba) hat dem Land von Xi Jinping und Li Keqiang einen Staatsbesuch vom 6. Dezember 2016 bis zum 9. Dezember 2016 abgestattet. Im Reich der Mitte hat Bongo sein Land Gabun auf China ausgerichtet und das mittelafrikanische Land am Golf von Guinea den chinesischen Unternehmen und Geschäftsleuten sperrangelweit geöffnet. „Um unsere Zielsetzung zu stärken, die örtliche Verarbeitung von Rohstoffen samt Technologieweitergabe zu erhöhen, befürworte ich die Errichtung von industriellen Sonderwirtschaftszonen, die chinesischen Unternehmen gewidmet sind„, erklärte Bongo am 8. Dezember 2016 in China.

Anlässlich dieses Staatsbesuchs traf sich Ali Bongo mit Xi Jinping und Li Keqiang. Der gabunische Staatspräsident Bongo und sein chinesischer Amtskollege Xi Jinping vereinbarten, eine „umfassende Kooperationspartnerschaft“ zwischen Gabun und China zu schließen. Zudem wurden eine Vereinbarung zum Bau einer Umgehungsstraße beim internationalen Flughafen von Libreville, eine Vereinbarung zum Wiederaufbau des im Anschluß an die Präsidentschaftswahl von August 2016 zum Teil in Brand gesetzten Gebäudes der gabunischen Nationalversammlung sowie ein dreijähriges und bereichsübergreifendes Protokoll zwischen China und Gabun unterzeichnet.

Stadionmodell von Port-Gentil -- Das hochmoderne neue Stadion von Port-Gentil wird vom chinesischen Unternehmen China State Construction Engineering Corporation gebaut.
Stadionmodell von Port-Gentil — Das hochmoderne neue Stadion von Port-Gentil wird vom chinesischen Unternehmen China State Construction Engineering Corporation gebaut.

Es gibt zurzeit rund 30 chinesische Unternehmen, die in Gabun in verschiedenen Wirtschaftszweigen tätig sind. Das Unternehmen China State Construction Engineering Corporation ist dabei, das Stadion von Port-Gentil fertigzustellen. Auch in diesem Stadion werden Fussballspiele der Fussball-Afrika-Meisterschaft (FAM) 2017 ausgetragen. China Harbour Engineering Corporation baut gerade die „Baie des Rois“ ( zu Deutsch: „Bucht der Könige„) an der Meeresküste von Libreville. Die „Bucht der Könige“ wird aus Einkaufszentren, Büroräumen, Wohnungen, einem Ruderverein mit rund 150 Jachten, einem Kulturzentrum und Hotels bestehen.  Energy China will zwei Wasserkraftvorhaben in Gabun durchführen, während das chinesische Unternehmen Yihua Group ein neues Vorhaben zur Verarbeitung von Okume-Holz in Gabun verwirklichen möchte.

Vor Ende 2020 will Bongo dafür sorgen, dass alle in Gabun vorhandenen Rohstoffe verarbeitet werden, ehe sie exportiert werden. „Wir wollen eine flächendeckende Verarbeitung aller gabunischen Rohstoffe in Gabun erzielen. Das bringt unseren Produkten Nutzen und Vorteile. So werden sie viel wettbewerbsfähiger. Außerdem werden dadurch wichtige Arbeitsplätze für Gabuner geschaffen„, behauptete Bongo.

Die Spatzen pfeifen es von den Dächern, dass afrikanische Länder voller Rohstoffe sind und über wirtschaftliche Reichtümer in Hülle und Fülle verfügen.

Der gabunische Staatspräsident Ali Bongo Ondimba (rechts) mischt sich gerne unters Volk.
Der gabunische Staatspräsident Ali Bongo Ondimba (rechts) mischt sich gerne unters Volk.

Die Fernstraße, die Libreville (die politische Hauptstadt Gabuns) mit Port-Gentil (der Wirtschaftshauptstadt des Landes) verbinden soll, wird vom chinesischen Unternehmen China Road & Bridge Corporation (CRBC) gebaut. Diese „Jahrhundertbaustelle“ in Gabun wird von der Ausfuhr-Einfuhr-Bank Chinas finanziert.

Am 8. Dezember 2016 unterschrieben Nina Abouna — Leiterin der gabunischen Nationalagentur zur Investionsförderung (ANPI) — und Jiang Zengwei — Vorsitzender des Chinesischen Rates zur Förderung des Internationalen Handels (CCPIT) — eine Grundsatzvereinbarung zur Ankurbelung von Geschäften  zwischen China und Gabun.

Urheber: Der Welt-Leuchter — Peking, China

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