Die Mittelmeermigranten

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Migranten und Migrantinnen im Mai 2017 in einem Holzboot vor der libyschen Küste.

Entgegen dem falschen Eindruck, der oftmals von manchen Menschen und Persönlichkeiten vermittelt wird, ist Migration menschlich. Von jeher sind Einzelmenschen oder Gruppen von Menschen ausgewandert. Dies gilt für alle Völker, die es auf Erden gibt. Was Libyen also zurzeit erlebt, ist nicht neu. In diesem Rahmen hat die libysche Küstenwache am 18. Mai 2017 rund 503 Migranten aufgehalten. Die 503 Menschen waren dabei, das Mittelmeer zu überqueren. Nach Angaben von Ayoub Qassim, dem Pressesprecher der Libyschen Marine, waren die 8 Kinder, 27 Frauen und 428 Männer in einem Holzboot zusammengepfercht. Die 463 aufgefangenen Migranten und Migrantinnen seien vor allem aus arabischen Ländern und Bangladesch, so Ayoub Qassim. Die libysche Küstenwache habe zudem 40 Migranten aus Afrika aufgefangen; diese saßen in einem Schlauchboot. “ Wir haben den Migranten und Migrantinnen dazu verholfen, eine gute humanitäre Hilfe zu erhalten; dann haben wir sie zum Al-Naser-Migrationsauffanglager in Sauija gebracht„, erklärte Qassim.

Die Tatsache, dass der Pressesprecher der Libyschen Marine unmissverständlich erklärte, dass viele Mittelmeermigranten Araber (und auch Bangladescher zum Beispiel) sind, entkräftet oder widerlegt die öfters gezielt verbreitete falsche Meinung, wonach Migranten und Migrantinnen, die nach Europa ziehen, vorwiegend aus Afrika südlich der Sahara stammen. Seriösen oder ernsthaften Studien zufolge machen Migranten und Migrantinnen aus Afrika südlich der Sahara nur rund 4 Prozent (vier Prozent) aller Migranten und Migrantinnen in Europa aus. Die Menschen aus und in Afrika sind demnach der Ansicht, dass die öffentliche

Meinung über Migranten und Migratinnen aus Afrika vorsätzlich desinformiert wird. Ziel dieser Desinformation ist es, die öffentliche Meinung der Gehirnwäsche zu unterziehen sowie zu manipulieren, um von selbst verschuldeten politischen Fehlern oder Mißgriffen abzulenken. Andere Menschen aus Afrika erklären, dass dieser Desinformationsfeldzug darauf abzielt, Menschen aus Afrika zu stigmatisieren und die rasche Entwicklung Afrikas zu torpedieren.

Einen ähnlichen Desinformationsfeldzug gibt es auch in Bezug auf die vorbildhafte und ergiebige  „Gewinn-Gewinn-Zusammenarbeit„, die es zwischen den afrikanischen Ländern und China gibt. Hierbei beschweren sich manche Menschen und Persönlichkeiten darüber, dass die Volksrepublik China ihre Präsenz in Afrika pausenlos ausbaut. Es wird nicht zuletzt auf die Rohstoffe, die China von afrikanischen Ländern erhält, hingewiesen. Dabei werden aber die Infrastrukturentwicklung, die Förderung der Industrialisierung und des Gesundheitswesens sowie die Modernisierung oder Mechanisierung der Landwirtschaft in Afrika durch die chinesische Zusammenarbeit vorsätzlich übersehen. 

Viele Afrikaner und Afrikanerinnen denken, dass Menschen, welche die Tatsachen über Migration aus Afrika manipulieren und gegen die vorbildhafte „Gewinn-Gewinn-Zusammenarbeit“ zwischen afrikanischen Ländern und China wettern, sicherlich „an einem Delirium leiden“ und „verbitterte Neidhammel“ sind. Zumeist bringen diese „Neidhammel“ ihre falschen Wunschvorstellungen zum Ausdruck; sie wünschen sich, dass die afrikanischen Menschen und Länder auf der Stelle treten oder Rückschritte machen. Es gibt auch Fälle, wo einige Afrikaner und Afrikanerinnen bestochen oder korrumpiert werden, damit sie sich an diesem Desinformationsfeldzug beteiligen.

Nun aber pfeifen es die Spatzen von den Dächern, dass die Gewinn-Gewinn-Zusammenarbeit“ zwischen afrikanischen Ländern und China den Aufschwung sowohl in China als auch in vielen afrikanischen Ländern ausgelöst hat und immer noch fördert.

Urheber: Der Welt-Leuchter  — Sauija, Libyen

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