China bewirkt Aufschwung Sambias mit

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Huang Meng (links) und James Chirwa (rechts) posieren bei der Vorstellung der ersten 3 Solarhammermühlen in Lusaka am 2. September 2015.
Huang Meng (links) und James Chirwa (rechts) empfingen die ersten Solarhammermühlen aus China  am 2. september 2015 im sambischen  Lusaka.

James Chirwa — Generaldirektor des sambischen Genossenschaftsbundes — und Huang Meng — Geschäftsführer des chinesischen Konzerns Shandong Dejian Group Co. Ltd in Sambia — haben die ersten 3 der 4000 Solarhammermühlen, die in den 10 Provinzen Sambias eingerichtet werden sollen, um den Maismehlpreis zu senken, am 2. September 2015 in Lusaka vorgestellt. Die 3 Hammermühlen, die insgesamt 100 000 VSA-Dollar gekost haben und am 27. August 2015 in Sambia eingelangt waren, werden in der Nordwestlichen Provinz, Nördlichen Provinz und Lusaka-Provinz eingerichtet. Die Beschaffung von Solarhammermühlen aus China erfolgt im Rahmen der vom sambischen Staatspräsidenten Edgar Lungu ausgearbeiteten und ins Leben gerufenen „Präsidentenmühleninitiative„. Staatspräsident Edgar Lungu hatte China Ende März 2015 besucht.

Die chinesische Regierung und das chinesische Unternehmen Shandong Dejian Group Co. Ltd helfen der sambischen Regierung bei der Beschaffung, Verschiffung und Einrichtung von 4000 solarbetriebenen Hammermühlen, die den 10 Provinzen des Landes im Südlichen Afrika zugute kommen sollen. Die Hammermühlen werden vom Sambischen  Genossenschaftsbund verwaltet und bewirtschaftet.

Bei der Durchführung dieses Vorhabens werden rund 3000 Arbeitsplätze in Sambia geschaffen. „Wir werden rund 3000 Einheimische während der Einrichtungsphase einstellen; wir haben die Absicht, viele Sambier in jeder Phase einzustellen, sodass Einheimische mit der Ausrüstung vertraut gemacht werden, bevor wir die Kleinmühlenanlagen an die Regierung über den sambischen Genossenschaftsbund abtreten„, erklärte Huang Meng. Nach 5 Jahren will Shandong Dejian alle Solarhammermühlen an die sambische Regierung abtreten. Bis Dezember 2015 will Shandong Dejian rund 2000 Solarhammermühlen nach Sambia verschiffen, während die übrigen 2000 Solarhammermühlen bis Juni 2016 nach Sambia befördert werden.

Sambias Staatspräsident Edgar Lungu (rechts) besuchte Xi Jinping und dessen Land (China) Ende März 2015.
Sambias Staatspräsident Edgar Lungu (rechts) besuchte Xi Jinping und dessen Land (China) Ende März 2015.

Die Solartechnologie wird den Betrieb der Hammermühlen erleichtern. Auch entlegene ländliche Gebiete, die nicht an das nationale Stromnetz Sambias angeschlossen sind, werden von dieser Technologie profitieren. Huang Meng erläuterte Anfang September 2015, die Hammermühlen, die rund um die Uhr laufen können, benutzen die Photovoltaik-Anlage der Solarmodule, um Sonnenstrahlen in elektrischen Strom umzuwandeln.

Shandong Dejian legt Wert auf die Übertragung von Fachwissen und -können. In diesem Zusammenhang sagte Huang Meng: Wir werden auch fünf Ausbildungsschulen für Kapazitätsbildung bauen, vor allem für junge Leute, damit sie die Ausrüstung und die Solarhammeranlagen wirksam betreiben und bedienen sowie dazu beitragen, Armut auf individueller Ebene wie in Haushalten herabzusetzen.

Viele Sambier sind der Meinung, dass die massive Einfuhr der Hammermühlen aus China durch die sambische Regierung die Wirtschaft Sambias ankurbelt. Sie wünschen sich nunmehr die Einrichtung eines Montagewerks für solarbetriebene Hammermühlen in Sambia, damit diese preisgünstiger werden.

Auch die sambischen Kleinbauern werden von diesem Vorhaben profitieren, weil sie ihren Mais und das von ihnen angebaute und produzierte Getreide hinfort mit Mehrwert an die sambische Lebensmittelreserveagentur verkaufen werden.

James Chirwa, der Generaldirektor des sambischen Genossenschaftsbundes, wünscht sich die Schaffung von mehr Arbeitsplätzen und Dienstleistungen rundum die Solarhammermühlen in Sambia. Daher behauptete er: „Wir würden gerne Dienstleistungen wie die Bereitstellung von Ersatzteilen sehen, sodass die Hammermühlen wie geschmiert laufen.

Nach der Privatisierung des Bereichs des Maismehls in Sambia erhöhten die sambischen Müller die Preise, sodass das Maismehl teuerer wurde. Um die Preise herabzusetzen und zu stabilisieren sowie den Wettbewerb zu gewährleisten, nahm sich die sambische Regierung vor, die massive Einfuhr und flächendeckende Einrichtung von solarbetriebenen Hammermühlen zu fördern. Dies geht nun mit dem Start der flächendeckenden Entwicklung dieses Landes im Südlichen Afrika einher. 

Urheber: Der Welt-Leuchter — Lusaka, Sambia

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