Auf Trab gekommen – Gabun

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Der gabunische Staatspräsident Ali Bongo Ondimba -- mittig, im blauen Sakko.
Der gabunische Staatspräsident Ali Bongo Ondimba — mittig, im blauen Sakko.

Das ist keine einfache Straße. Das ist eine Straße, die Gabun verändern wird. Gabun wird nicht mehr dasselbe Land nach dem Bau dieser Straße sein. Daß die Wirtschaftshauptstadt [Port-Gentil] mit dem gabunischen Festland verbunden wird, wird eine große Umwälzung sowohl auf wirtschaftlicher als auch auf landwirtschaftlicher und touristischer Ebene herbeiführen„, erklärte Alain Bongo (gemeinhin „Ali Bongo Ondimba“ genannt) am 4. April 2015 bei Ombue.

Ali Bongo Ondimba ist zuletzt zum zweiten Mal zum Staatspräsidenten Gabuns gewählt und am 27. September 2016 in Libreville, der Hauptstadt des Landes, vereidigt worden.

Der Bau der Straße, die Port-Gentil (die Wirtschaftshauptstadt Gabuns) mit dem Ort Ombue verbinden soll, ist die  „Baustelle des Jahrhunderts“ in Gabun. Diese Baustelle wurde am 3. Juli 2014 von Ali Bongo bei Ombue eröffnet. Port-Gentil liegt auf der Insel Mandschi. Nach Port-Gentil kann man aus dem gabunischen Festland nur mit dem Flugzeug oder dem Schiff gelangen.

Seitdem Ali Bongo die Nachfolge seines im Jahre 2009 verstorbenen Vaters Albert-Bernard Bongo (gemeinhin „Omar Bongo Ondimba“ genannt) antrat, ist Gabun, das Land in Äquatorialafrika und am Golf von Guinea, im Umbruch.

Libreville, politische Hauptstadt Gabuns.
Libreville, politische Hauptstadt Gabuns.

Die Port-Gentil/Ombue-Fernstraße wird vom chinesischen Unternehmen China Road and Bridge Corporation (CRBC) gebaut. Die Bauarbeiten werden von der Ausfuhr-Einfuhr-Bank Chinas und dem gabunischen Staat in Höhe von insgesamt 155,5 Millionen Euro finanziert. Die Port-Gentil/Ombue-Fernstraße ist 93,7 lang, 12 Meter breit, wird mit zwei Fahrbahnen in beiden Richtungen versehen und aus Asphaltbeton sein.

Seit der Entlassung Gabuns in die Unabhängigkeit im Jahre 1960 war versucht worden, Port-Gentil durch die Verbesserung von Verkehrsverbindungen zu erschließen. Diese Versuche sind allerdings immer wieder daran gescheitert, dass es viele Moore in diesem Lagunengebiet gibt. Die Chinesen haben sich aber vor ein paar Jahren bereit erklärt, diese Herausforderung zu bewältigen. Tatsächlich sind sie dabei, Port-Gentil (die gabunische Wirtschaftshauptstadt) mit Libreville (der politischen Hauptstadt des Landes) über den Ort Ombue zu verbinden. Von Juli 2014 bis März 2015 hat das chinesische Unternehmen CRBC einen Durchfahrtsbereich errichtet, der Ombue mit Port-Gentil verbindet. Die Bauarbeiten werden voraussichtlich 60 Monate in Anspruch nehmen. Diese Fernstraße wird also im Jahre 2019 fertiggestellt und in Betrieb genommen. Rund 2000 Arbeitsplätze werden während der Durchführung dieses Vorhabens in Gabun geschaffen.

Andere chinesische Unternehmen sind in Gabun tätig und beteiligen sich emsig an der raschen Entwicklung des Landes in Äquatorialafrika und am Golf von Guinea. So baut zurzeit das chinesische Unternehmen China State Construction Engineering Corporation (CSCEC) ein hochmodernes Mehrzweckstadion in Port-Gentil. Shanghai Construction Group (SCG), ein anderes chinesisches Unternehmen, das das Stadion der Chinesisch-Gabunischen Freundschaft in Libreville-Agondsche vor ein paar Jahren baute, baut auch noch derzeit ein hochmodernes Stadion im gabunischen Ojem. Gabun richtet die Fussball-Afrika-Meisterschaft (FAM) vom 14. Januar 2017 bis zum 5. Februar 2017 aus.

Gebäude der Verwaltungsbehörde der gabunischen Sonderwirtschaftszone von Nkok, in Gabun.
Gebäude der Verwaltungsbehörde der gabunischen Sonderwirtschaftszone von Nkok, in Gabun.

Ali Bongo diversifiziert und industrialisiert die Wirtschaft seines Landes, das vom Erdöl abhängig ist. Im Jahre 2010 schufen das singapurische Unternehmen Olam International Ltd und der gabunische Staat die Sonderwirtschaftszone von Nkok. Boden- und Naturschätze wie Mangan und Holz werden in Gabun verarbeitet, bevor sie ausgeführt werden. Mit dem landwirtschaftlichen Programm „GRAINE“ modernisiert Gabun seine Landwirtschaft, schafft viele Arbeitsplätze in der Landwirtschaft und vor allem verbessert deutlich die Lebensbedingungen von Menschen, die in ländlichen Räumen leben.

Auch die Allgemeine Krankenversicherung ist in Gabun eingeführt worden.

Fürwahr ist Gabun seit rund sieben Jahren auf Trab gekommen. Der flächendeckende Wohlstand  in diesem Land rückt in greifbare Nähe — wie der  flächendeckende Aufschwung im Übrigen.

Urheber: Der Welt-Leuchter — Libreville, Gabun

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